Marcus Breuer

„Was am Anfang verloren geht, kann man nicht mehr aufholen“

Untersuchung zu Haltequoten in der Drogenrehabilitation

Was muss man tun, damit möglichst viele Patient/innen die Behandlung in einer stationären Drogenreha-Einrichtung planmäßig beenden? Diese Frage war der Ausgangspunkt für eine trägerinterne Studie in zehn Kliniken des Deutschen Ordens und eine vorausgehende Literaturrecherche. Betrachtet wurden die diversen Ausgestaltungsmöglichkeiten des Settings in den Einrichtungen und deren Auswirkungen auf die Haltequoten. Marcus Breuer stellt die im Laufe des Projekts gesammelten Daten vor und leitet daraus mögliche Einflussfaktoren auf die Haltequote und Hinweise für die Setting-Gestaltung ab. » zum Artikel

Prof. Dr. Andreas Koch, Iris Otto

„Weil sonst keiner zuständig ist …“

Umfrage zur Mitaufnahme von Kindern in der Suchtrehabilitation

In Deutschland wächst eine erhebliche Zahl an Kindern in suchtbelasteten Familien unter schwierigen Bedingungen auf. Allzu oft werden die Kinder vernachlässigt oder gar misshandelt. Die Folgen sind nicht selten Traumatisierungen und andere psychische Belastungen. In vielen Einrichtungen der Suchtrehabilitation existieren spezielle Betreuungskonzepte für die so genannten Begleitkinder von suchtkranken Rehabilitand/innen. Eine Umfrage unter Mitgliedseinrichtungen des Bundesverbandes für stationäre Suchtkrankenhilfe, die Kinder begleitend zur Suchtrehabilitation der Eltern aufnehmen und betreuen, zeigt das umfassende Angebotsspektrum, aber auch die unzureichende finanzielle Ausstattung dieses spezifischen Leistungsbereiches. Prof. Dr. Andreas Koch und Iris Otto stellen die Ergebnisse der Umfrage dar und berichten über Betreuungsplätze und Fallzahlen, über Betreuungsangebote und Personalausstattung sowie über die Finanzierung. » zum Artikel

Eva Ullmann, Dr. Kareen Seidler

Humor in der Suchtkrankenhilfe

Eine Ressource für mehr Entspannung und Kreativität

Sucht und schwierige Lebensumstände – wer denkt da schon an Humor? Tatsächlich lohnt es sich aber, den Humor auch im Falle einer Suchterkrankung nicht aus den Augen zu verlieren. Er entspannt, senkt Stresshormone und aktiviert Kreativität. Damit qualifiziert er sich als wichtige Ressource – sowohl für Betroffene als auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen. Über den Einsatz von Humor in der Suchtkrankenhilfe berichten Eva Ullmann und Dr. Kareen Seidler anhand wissenschaftlicher Ergebnisse und anschaulicher Beispiele. » zum Artikel

Dr. Darius Chahmoradi Tabatabai

Suchtmedizinischer Liaisondienst in somatischen Krankenhausabteilungen

Alkohol-Risikokonsumenten frühzeitig erkennen

Schädlicher Alkoholkonsum verursacht häufig körperliche Beschwerden, die zu einer Krankenhauseinweisung führen (z. B. Erkrankungen der Leber oder Bauchspeicheldrüse, Knochenbrüche aufgrund von Stürzen etc.). Behandelt wird dort jedoch meist nur das augenfällige Problem, nicht der dahinterstehende Alkoholkonsum. An der Hartmut-Spittler-Fachklinik in Berlin wurde deshalb untersucht, welche Auswirkungen die Einführung eines Suchtkonsils zeigt. Dies ist eine spezifische Suchtberatung für Patienten, bei denen ein problematischer Alkoholkonsum vermutet werden kann. Dr. Darius Chahmoradi Tabatabai berichtet über die Untersuchung und hebt noch einen weiteren Grund für die geringe Behandlungsrate bei alkoholbezogenen Störungen hervor: das Stigma der Sucht. » zum Artikel