Gotthard Lehner, Nathalie Susdorf

Die Kinder mitnehmen

Therapieleistungen für suchtkranke Frauen und ihre Kinder

In Deutschland leben knapp drei Millionen Kinder mit abhängigkeitskranken Müttern und/oder Vätern zusammen. Sie sind besonderen Belastungen ausgesetzt. Die DGD Fachklinik Haus Immanuel und das DGD Mutter-Kind-Zentrum „Rückenwind“ bieten alkohol- und medikamentenabhängigen Frauen die Möglichkeit, ihre Kinder mitzunehmen und gemeinsam an einer Mutter-Kind-Therapie teilzunehmen. Während der Entwöhnungsbehandlung und bei einem Aufenthalt im Mutter-Kind-Zentrum werden die Kinder in der klinikeigenen Kita in heilpädagogischen Gruppen betreut. Daneben bestehen Angebote, die die Mutter-Kind-Beziehung fördern sollen. Gotthard Lehner und Nathalie Susdorf stellen das Hilfsangebot für Frauen und Mütter mit Kindern in den beiden Einrichtungen vor. » zum Artikel

Frauke Gebhardt

Hilfe für Kinder psychisch und suchterkrankter Eltern

Wie werden die Empfehlungen aus der „Arbeitsgruppe Kinder psychisch- und suchtkranker Eltern“ (KpkE) umgesetzt?

2014 stellten 19 Fachverbände gemeinsam beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Bundesministerium für Gesundheit einen Antrag auf die Einrichtung einer Sachverständigenkommission zum Thema „Hilfen für Kinder und Familien mit psychisch kranken Eltern“. Dies war der offizielle Anstoß zu einem Prozess, in dessen Verlauf die „Arbeitsgruppe Kinder psychisch- und suchtkranker Eltern“ (KpkE) gegründet wurde – ein Meilenstein! Im Dezember 2019 legte die Arbeitsgruppe dem Deutschen Bundestag 19 Empfehlungen zur Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen aus Familien, in denen mindestens ein Elternteil psychisch erkrankt ist, vor. Seitdem sind zweieinhalb Jahre vergangen, und es stellt sich die Frage „Wo stehen wir jetzt?“ Frauke Gebhardt von NACOA Deutschland – Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien e.V. stellt die Empfehlungen und den aktuellen Umsetzungsstand vor. » zum Artikel

Benjamin Becker

Digitaler Wandel in der Suchtprävention

Kommentar aus der Praxis der Jugendarbeit

Digitale Kommunikation ist für die heranwachsende Generation normal. Die Suchtprävention hat hier noch Barrieren zu überwinden. Wie Digitalisierung und Corona-Krise einen Paradigmenwechsel in der Suchtprävention voranbringen könnten, beschreibt Benjamin Becker aus der Fachsicht von blu:prevent, dem Suchtpräventionsangebot des Blauen Kreuzes für Jugendliche. » zum Artikel

Thomas Hempel

Substitution und medizinische Reha

Umfrage des bus. zeigt, es liegen viele Behandlungsangebote vor

Die Substitutionsbehandlung Opiatabhängiger ist eine bewährte medikamentöse Standardbehandlung in der Suchtmedizin. Substitution während der medizinischen Rehabilitation Abhängigkeitskranker wurde dagegen oft kritisch gesehen. In jüngster Zeit nehmen die Anfragen zu diesem Behandlungsangebot jedoch zu, und es ist eine dynamische Entwicklung in diesem Bereich zu verzeichnen. Um den aktuellen Stand im Hinblick auf Verbreitung und Durchführung von Substitution in der Reha zu erfassen, führte der Bundesverband Suchthilfe e. V. (bus.) unter seinen Mitgliedseinrichtungen eine Online-Abfrage durch. Thomas Hempel stellt die Ergebnisse vor. » zum Artikel

Dr. Clemens Veltrup, Thomas Hempel

Psychotherapie der Zukunft: Studium und Weiterbildung

Von der Approbation zur / zum Fachpsychotherapeut:in

Am 1. September 2020 ist ein neues Psychotherapeutengesetz in Kraft getreten, welches zu einer grundsätzlich neuen Form der Approbation zur Psychotherapeutin bzw. zum Psychotherapeuten führt und eine Weiterbildung zu Fachpsychotherapeut:innen beinhaltet. Dr. Clemens Veltrup und Thomas Hempel erläutern Aufbau und Rahmenbedingungen der neu gestalteten Ausbildung. Sie stellen dar, welche Chancen und Herausforderungen sich aus den neuen Bestimmungen für die Suchthilfe ergeben, und geben Handlungsempfehlungen für die Fachkliniken.
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Marius Neuhaus

Beratung junger Menschen – ein Arbeitsfeld im Wandel

Ergebnisse einer Befragung

„Sag uns, wie wir dich unterstützen können“ – unter diesem Titel wurden im Sommer 2021 junge Menschen bis 27 Jahre im Kreis Segeberg online befragt. Die Befragung wurde von den freien Trägern der örtlichen Beratungsstellen, die Angebote für junge Menschen vorhalten, durchgeführt. Im Zentrum der Befragung standen die aktuellen Lebensthemen der Jugendlichen und die Form der Beratung, die sie sich von den Beratungsstellen wünschen. Ziel war es, sie als Expert:innen in eigener Sache in einen Prozess der Angebotsentwicklung einzubeziehen. Ihre Antworten geben einen Anstoß zur Diskussion über notwendige Innovationsprozesse innerhalb der Einrichtungen der sozialen Arbeit. Marius Neuhaus stellt die Ergebnisse vor. » zum Artikel

Wolfgang Rosengarten

Aufbruchstimmung in Krisenzeiten – die Bedeutung der Suchthilfe wächst

In der Drogenpolitik herrscht Aufbruchstimmung: Der neue Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Burkhard Blienert, stellt das „Aufbrechen alter Denkmuster“ in Aussicht, die Bundesregierung plant die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken. Das ist die Sternstunde der Suchthilfe! Sie ist Expertin in allen nun anstehenden Fragen, von der Prävention bis hin zu Beratung und Behandlung bei problematischem Konsum. Wolfgang Rosengarten erläutert in seinem Kommentar, welche Bedeutung der Suchthilfe in der aktuellen Debatte zukommt, wie sie sich positionieren kann und welche Chancen der Mitgestaltung es jetzt zu nutzen gilt. » zum Artikel

Peter Schay

Leistungen zur Eingliederung in Arbeit in der Adaptionsbehandlung

Berufliche Perspektiven schaffen für Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen

Die Adaptionsbehandlung wird als letzte Phase der medizinischen Rehabilitation Abhängigkeitskranker durchgeführt. Ihr Ziel ist die berufliche (Re-)Integration der Rehabilitand*innen sowie die Hinführung zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung. Bei den meisten Rehabilitand*innen sind Vermittlungshemmnisse wie komorbide Erkrankungen, geringe psychosoziale Kompetenz, fehlende berufliche Qualifikation oder Langzeitarbeitslosigkeit sehr ausgeprägt. Peter Schay stellt dar, welche Maßnahmen nötig und zielführend sind und welche Eingliederungsleistungen nach dem SGB II in Anspruch genommen werden können. » zum Artikel