Prof. Dr. Knut Tielking, Christina Diekhof, Meike Panknin-Rah

„In einer Spirale nach oben“

Arbeitshilfe für eine Kurzintervention in der Beratung bei Glücksspielproblemen

Mehr spielfreie Lebensqualität und weniger Abwehr bei der Auseinandersetzung mit dem eigenen problematischen Glücksspielverhalten – diese Veränderungen unterstützt das Kurzinterventionsprogramm „In einer Spirale nach oben“ (SNO). SNO basiert auf einem Manual aus dem Hartdrogenbereich, das für den Bereich problematisches Glücksspielen angepasst wurde. Es arbeitet ressourcenorientiert und motivationsfördernd und begleitet Glücksspielende Schritt für Schritt bei der Verhaltensänderung. Im Zeitraum von 2015 bis 2020 wurde das Programm in Niedersachsen evaluiert und bearbeitet. Über die Entstehung der Neuauflage aus 2020 berichten Prof. Dr. Knut Tielking, Christina Diekhof und Meike Panknin-Rah. » zum Artikel

Prof. Dr. Andreas Koch, PD Dr. Axel Kobelt-Pönicke, Dirk Laßeur, Moritz Radamm

Erfassung der Aktivitäten zur Verbesserung der beruflichen Teilhabe in der Suchtrehabilitation an der Schnittstelle zu Jobcenter und Arbeitsagentur

Erste Ergebnisse aus niedersächsischen Fachkliniken für Abhängigkeitserkrankungen auf der Grundlage einer Datenerhebung zu den Entlassungsjahrgängen 2017 bis 2019

Die Reintegration arbeitsloser Rehabilitandinnen und Rehabilitanden in den Arbeitsmarkt bleibt trotz differenzierter beruflicher Therapieanteile eine zentrale Herausforderung für die Entwöhnungsbehandlung. Eine wichtige Rolle für den Erfolg spielt die Vernetzung mit der regionalen Agentur für Arbeit bzw. dem Jobcenter. Deshalb führen zehn niedersächsische Fachkliniken seit 2017 eine besondere Datenerhebung durch: Anhand von zusätzlich in die Basisdokumentation eingepflegten Items dokumentieren sie ihre Aktivitäten zur Kontaktaufnahme mit Arbeitsagentur und Jobcenter. Wie erfolgreich und effektiv die Kontaktaufnahme während der stationären Entwöhnungsbehandlung verläuft, stellen Prof. Dr. Andreas Koch, PD Dr. Axel Kobelt-Pönicke, Dirk Laßeur und Moritz Radamm anhand erster Ergebnisse zu den Entlassungsjahrgängen 2017 bis 2019 vor.
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Suchthilfe in Zeiten der Corona-Pandemie

Interviews mit Expertinnen und Experten aus der Praxis

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die stationäre und ambulante Suchthilfe? Und welche Bedeutung hat die Suchthilfe (noch) in Zeiten von Corona? KONTUREN online hat Einrichtungsleiterinnen und -leiter gefragt, wie sie ihre Kliniken und Beratungsstellen durch das Meer von neuen Vorschriften, Empfehlungen, Notfallplänen und Gesetzen steuern und wie sie zukünftige Entwicklungen einschätzen. Damit möchten wir Ihnen eine Momentaufnahme aus der Praxis von Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Bereichen der Suchthilfe zeigen. Die Interviews haben wir als Videos und Podcasts aufgezeichnet, die wir in loser Reihenfolge sukzessive veröffentlichen werden. » zum Artikel

Larissa Schwarzkopf, Barbara Braun, Sara Specht, Hanna Dauber, Michael Strobl, Jutta Künzel, Jürgen Klapper, Ludwig Kraus, Tim Pfeiffer-Gerschel

Die Deutsche Suchthilfestatistik – DSHS

Eine Einführung in Datenerfassung, Datensammlung, Datenverarbeitung und Auswertungen

Die Deutsche Suchthilfestatistik (DSHS) ist europaweit eines der größten Monitoringsysteme im Betreuungs- und Behandlungsbereich von Suchterkrankungen. Sie dokumentiert zentrale Charakteristika des Suchthilfesystems und der Menschen, die es in Anspruch nehmen. PD Dr. Larissa Schwarzkopf, Dr. Tim Pfeiffer-Gerschel und weitere Autor*innen stellen die an der DSHS beteiligten Institutionen und das Zustandekommen der Statistiken vor. Dabei spannen sie den Bogen von der Datenerfassung in den einzelnen Suchthilfeeinrichtungen über die zentralisierte Datensammlung und -verarbeitung bis hin zur abschließenden Auswertung und der Veröffentlichung der Ergebnisse. » zum Artikel

Karl Lesehr

Die individuelle Lebensqualität verbessern

Erfahrungen und Reflexionen zum Abschluss des Projektes Su+Ber – Sucht und Beruf

„Su+Ber – Sucht und Beruf“ ist ein Projekt zur Teilhabeförderung von Langzeitarbeitslosen mit Suchtproblemen (wir berichteten auf KONTUREN, Teil 1 + Teil 2). Im Juli 2019 ging das Projekt zu Ende. Im Rahmen von Su+Ber wurde erprobt, wie Leistungen und Maßnahmen der Arbeitsförderung, der Suchtrehabilitation und der Suchthilfe in einer Gesamtmaßnahme wirksam und effizient verknüpft werden können. Karl Lesehr reflektiert die innere Projektentwicklung und stellt dar, welche – erwarteten und unerwarteten – Schwierigkeiten aufgetreten sind, wie sich die Arbeitshaltungen der beteiligten Fachleute dadurch verändert haben und welche Verbesserungsmöglichkeiten für Folgeprojekte bestehen. » zum Artikel

Sandy Doll, Maik Pohlmann, Markus Wirtz

Männlichkeiten und Sucht

Chancen und Herausforderungen männerspezifischer Suchtarbeit

Alkohol und Tabak sind bekannte Attribute eines „echten Kerls“ – sowohl des Cowboys als auch des Businessman. Suchtmittel können aber auch der Affektregulation dienen, wenn der Druck, den das traditionelle männliche Rollenbild ausübt – stark sein, keine Schwäche zeigen, unbedingte Leistungsbereitschaft –, überhandnimmt. Um Fachkräfte für geschlechtsspezifische Perspektiven in der Arbeit mit suchtkranken Männern zu sensibilisieren und zu qualifizieren, führte die Koordinationsstelle Sucht des LWL das Projekt „Reine Männersache?! – Suchthilfe in NRW“ durch. Entstanden sind u. a. elf Kurzfilme. Sandy Doll, Maik Pohlmann und Markus Wirtz stellen die Ergebnisse des Projekts vor. » zum Artikel

BTHG – auf dem Weg zur Reformstufe 3

Zwischenbilanz zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes

Am 1. Januar 2020 tritt die dritte Reformstufe des Bundesteilhabegesetzes in Kraft. Wesentliche Neuerung wird die Trennung der Fachleistungen der Eingliederungshilfe von den existenzsichernden Leistungen sein. Für die Betroffenen soll dies einer von vielen Bausteinen sein, mit denen Selbstbestimmung sowie Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gesellschaft gestärkt werden. Kommt dieses Ziel in der Praxis an? Was bedeuten die ab 2020 geltenden neuen Regelungen für suchtkranke Menschen und Einrichtungen der Suchthilfe im Rahmen der Eingliederungshilfe? KONTUREN hat Expert*innen aus der Praxis zu ihren Erfahrungen, Einschätzungen und dem jeweiligen Stand der Umsetzung vor Ort befragt. Ergeben hat sich ein facettenreiches Stimmungsbild. » zum Artikel

Detlef Weiler, Dr. Hans Wolfgang Linster, Wolfgang Langer

Das Modell „prospektive Standardkatamnese“ in der ambulanten Rehabilitation Sucht

Ausgewählte Ergebnisse und Effekte im Behandlungsverlauf

Die ambulante medizinische Rehabilitation Abhängigkeitskranker wird in Deutschland schon seit vielen Jahren erfolgreich umgesetzt. Ein neues Modell, die Wirksamkeit mittels Katamnesebefragungen zu messen, setzt der Baden-Württembergische Landesverband für Prävention und Rehabilitation gGmbH (bwlv) ein. Mit der „prospektiven Standardkatamnese“ werden der Behandlungserfolg und längerfristige Effekte anhand von Erhebungen zu drei Messzeitpunkten überprüft. Mittlerweile liegen Ergebnisse aus sechs Entlassjahrgängen vor. Detlef Weiler, Dr. Hans Wolfgang Linster und Wolfgang Langer stellen das Modell und die damit erfassten Effekte im Behandlungsverlauf vor. » zum Artikel