Mitarbeiterbefragung und Gefährdungsanalyse Teil II

Mit Fragebogen und Workshops Verbesserungsmaßnahmen entwickeln

Wie hoch sind die psychischen Belastungen am Arbeitsplatz in der Suchthilfe? Die Therapeutische Gemeinschaft Jenfeld (TGJ) ermittelte mithilfe einer „Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen“ die Situation der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In Teil I dieses Artikels (erschienen am 15. April 2019) berichtete Robert Meyer-Steinkamp über den Anstoß dazu und die Durchführung der ersten Phase, einer Mitarbeiterbefragung mit Fragebogen. In Teil II stellt er die zweite Durchführungsphase dar, in der aufbauend auf den Befragungsergebnissen in Workshops Maßnahmepläne erarbeitet wurden. » zum Artikel

Wolfgang Schmidt-Rosengarten

KI oder k.o. – Digitalisierung als Herausforderung für das Suchthilfesystem

Vortrag bei der Jahrestagung der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen 2019

Das Thema digitale Transformation ist in der Suchthilfe angekommen. Träger engagieren sich, Verbände agieren. Das sind positive erste Schritte. Das Arbeitsfeld muss sich allerdings in aller Breite und Tiefe den aktuellen Entwicklungen weiter öffnen und verstehen lernen, welche Auswirkungen diese „disruptive Technologie“, die in anderen Bereichen ganze bisherige Geschäftsmodelle zerstört, für die Suchthilfe hat. In seinem Vortrag bei der diesjährigen Jahrestagung der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen zeichnete Wolfgang Schmidt-Rosengarten ein Bild der massiven Veränderungen, die sich für Arbeitsstrukturen und Arbeitsabläufe in der Suchthilfe ergeben. » zum Artikel

Robert Meyer-Steinkamp

Mitarbeiterbefragung und Gefährdungsanalyse Teil I

Wie hoch ist die psychische Belastung am Arbeitsplatz?

Im Jahr 2013 wurden die psychischen Belastungen in die Auflistung möglicher Risiken im Arbeitsschutzgesetz aufgenommen. Im Jahr 2018 stellen sie laut DAK-Gesundheitsreport die zweithäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit dar. Die Therapeutische Gemeinschaft Jenfeld hat mithilfe einer „Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen“ die Situation der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermittelt. Robert Meyer-Steinkamp berichtet in einem zweiteiligen Artikel über Anstoß, Durchführung und Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung. » zum Artikel

Dr. Bodo Karsten Unkelbach

Selbstliebe

Wesen und Entwicklung einer wohlwollenden Beziehung zu sich selbst – ein Zwischenruf

Eine gute, liebevolle Beziehung zu sich selbst ist eine wichtige Basis dafür, die Beziehungen zu anderen Menschen im Berufs- und Privatleben zufriedenstellend zu gestalten. Selbstliebe meint nicht Egoismus. Wer sich selbst liebt, kann Gelassenheit entwickeln, weil er weiß, dass er alles bekommt, was er braucht. Maßgeblich für die Entwicklung der Liebe zu sich selbst ist die Liebe, die Kinder von ihren Eltern empfangen. Selbstliebe kann man aber auch lernen. In seinem Zwischenruf beschreibt Dr. Bodo Karsten Unkelbach sieben Schritte, die das selbstbezogene Denken und Fühlen positiv beeinflussen und einen inneren Heilungsprozess einleiten können. » zum Artikel

Umsetzung der BORA-Empfehlungen

Zwei Abschlussarbeiten zum aktuellen Stand

In unserem Schwerpunktthema im Mai 2015 stellten wir die Frage „Wofür brauchen wir BORA?“. Zu dieser Zeit waren die BORA-Empfehlungen gerade frisch verabschiedet, und die Einrichtungen gingen daran, Maßnahmen umzusetzen und ihre Konzepte zu überarbeiten. Dies geschah in unterschiedlichem Tempo und Ausmaß und mit unterschiedlichem Nachdruck durch die Leistungsträger. Dreieinhalb Jahre später werfen wir wieder einen Blick auf Maßnahmen zum Erwerbsbezug in der Suchtreha und fragen „Was hat sich getan?“. Dazu werden zwei Abschlussarbeiten vorgestellt, von denen die eine einen bundesweiten Überblick zur organisatorischen und konzeptionellen Entwicklung gibt und die andere sich auf die konkrete Umsetzung in einer Einrichtung konzentriert. » zum Artikel

Petra Antoniewski

GeSA: Gewalt – Sucht – Ausweg

Kooperationsprojekt zur besseren Versorgung gewaltbetroffener Frauen mit einer Suchtproblematik

Für Frauen, die durch Gewalterfahrungen und eine Suchtmittelproblematik doppelt belastet sind, gestaltet sich der Zugang zu angemessener Hilfe schwierig. Frauenhäuser sind oft nicht geeignet für die Aufnahme von abhängigkeitskranken Frauen, da die anderen Bewohnerinnen damit überfordert wären. In Entwöhnungskliniken erschwert es das gruppentherapeutische Setting, dass die Frauen ihre Gewalterfahrungen zur Sprache bringen. Um die Versorgung der betroffenen Frauen zu verbessern, startete im Januar 2015 das Bundesmodellprojekt „GeSA: Gewalt – Sucht – Ausweg“. Ziel von GeSA war es, die Durchlässigkeit zwischen den Hilfesystemen zu erhöhen und Ressourcen zu verknüpfen. Petra Antoniewski berichtet über Erfahrungen und Ergebnisse aus dem GeSa-Projekt. » zum Artikel

Ingo Ilja Michels
in Zusammenarbeit mit Heino Stöver, Gerhard Eckstein, Oleg Aizberg, Inga Hart, Irina Zelyeni, Ludger Schmidt, Jörg Pont, Katharina Schoett

Die Behandlung von Opiatabhängigen in Zentralasien

Das Central Asia Drug Action Programme (CADAP) zur Weiterbildung der Behandler

In den Ländern Zentralasiens – Kasachstan, Kirgisische Republik, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan – ist die Zahl der Opiatkonsumenten seit Anfang der 1990er Jahre immens gewachsen. Der Handel mit Opiaten ist stark ausgeprägt. Um diesen Problemen zu begegnen, unterstützt die Europäische Kommission die fünf Länder seit einigen Jahren durch das Zentralasien-Drogenaktionsprogramm (Central Asia Drug Action Programme, CADAP). Ziel des Programmes ist es, die negativen Folgen des Drogenkonsums zu lindern und die Einführung effektiver psychosozialer Behandlungsmethoden für Drogenabhängige einschließlich einer Substitutionsbehandlung zu fördern. Ingo Ilja Michels und Co-Autor/innen berichten, welche Maßnahmen im Rahmen des Programmes durchgeführt werden und welche Ergebnisse schon vorliegen. » zum Artikel

Eva Egartner, Beate Zornig-Jelen

Migration und Sucht

Erfahrungen aus der Versorgung suchtmittelkonsumierender geflüchteter Menschen

In den letzten Jahren kamen viele aus ihren Heimatländern geflüchtete Menschen nach Deutschland. Im Heimatland und auf der Flucht haben sie zum großen Teil traumatisierende Erfahrungen gemacht. Nicht selten werden diese durch Suchtmittelkonsum ‚behandelt‘. Aber auch die Lebensumstände nach der Ankunft in Deutschland – gezeichnet durch Warten, Ungewissheit, Langeweile und Angst – können den Konsum von Suchtmitteln verstärken. Eva Egartner und Beate Zornig-Jelen berichten über Erfahrungen aus der Versorgung suchtmittelkonsumierender geflüchteter Menschen und leiten daraus Forderungen für bessere Hilfeangebote ab. » zum Artikel