Fachbeiträge

  • Suchtmedizinischer Liaisondienst in somatischen Krankenhausabteilungen

    Schädlicher Alkoholkonsum verursacht häufig körperliche Beschwerden, die zu einer Krankenhauseinweisung führen (z. B. Erkrankungen der Leber oder Bauchspeicheldrüse, Knochenbrüche aufgrund von Stürzen etc.). Behandelt wird dort jedoch meist nur das augenfällige Problem, nicht der dahinterstehende Alkoholkonsum. An der Hartmut-Spittler-Fachklinik in Berlin wurde deshalb untersucht, welche Auswirkungen die Einführung eines Suchtkonsils zeigt. Dies ist eine spezifische Suchtberatung für Patienten, bei denen ein problematischer Alkoholkonsum vermutet werden kann. Dr. Darius Chahmoradi Tabatabai berichtet über die Untersuchung und hebt noch einen weiteren Grund für die geringe Behandlungsrate bei alkoholbezogenen Störungen hervor: das Stigma der Sucht. » zum Artikel
  • Zugangswege erweitern, Übergänge optimieren

    Suchterkrankungen gehören zu den psychischen Störungen mit der größten Behandlungslücke, nur wenige der Betroffenen lassen sich wegen ihrer Suchterkrankung behandeln. Dr. Volker Weissinger erläutert, an welchen Stellen im Hilfesystem angesetzt werden kann, um den frühzeitigen und nahtlosen Zugang zu Suchtkrankenhilfe und Entwöhnungsbehandlung zu verbessern. Systematisch beschreibt er für unterschiedliche Handlungsfelder, in denen sich abhängigkeitskranke Menschen bewegen, welche Maßnahmen dort erforderlich sind. Frühinterventionen im Krankenhausbereich und in Betrieben, ein Nahtlosverfahren aus dem Qualifizierten Entzug, die Nutzung von Routinedaten der Leistungsträger sowie eine bessere Zusammenarbeit mit den Jobcentern/Agenturen für Arbeit sind nur einige der im Artikel dargestellten Möglichkeiten. » zum Artikel

Weitere Fachbeiträge

Titelthema 1/2017 Der neue KDS 3.0

Der neue Kerndatensatz „KDS 3.0“. Typisch deutsch und weltweit einzigartig

Mit dem Beginn des Jahres 2017 erfolgt eine wichtige Änderung für die Dokumentation in der Suchthilfe: Der neue Deutsche Kerndatensatz KDS 3.0 wird eingeführt. Kein anderes Land und kein anderer Versorgungsbereich des deutschen Gesundheits- und Sozialwesens verfügt über einen solchen fachlich fundierten und gemeinsam vereinbarten Dokumentationsstandard. Damit das hohe Qualitätsniveau gehalten werden kann, hat der Fachausschuss Statistik der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) innerhalb der letzten drei Jahre den KDS mit Unterstützung zahlreicher Expertinnen und Experten an die Veränderungen bei den Betroffenen und in der Versorgungslandschaft angepasst. In den folgenden Beiträgen geben wir einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen, und die Mitglieder des Fachausschusses Statistik kommentieren den neuen KDS aus ihrer jeweiligen fachspezifischen Sicht.

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