Prof. Dr. Andreas Koch

Trends und Rahmenbedingungen in der Suchtrehabilitation – Teil II

Digitalisierung, Therapie und Konzepte

Die Digitalisierung ist in der Suchthilfe angekommen, doch wie geht es weiter? Mit dieser Frage beschäftigt sich Prof. Dr. Andreas Koch in Teil II seines Artikels „Trends und Rahmenbedingungen in der Suchtrehabilitation“. Unterteilt in eine organisatorische und eine therapeutische Perspektive identifiziert er relevante Handlungsfelder für weitere Digitalisierungsprozesse. Außerdem beschreibt er, welche Entwicklungen sich in den letzten Jahren bei Therapieprogrammen und Konzepten vollzogen haben bzw. mit welchen Veränderungen bei den Zielgruppen und ihren Konsummustern sie in Zusammenhang stehen. » zum Artikel

Trends und Rahmenbedingungen in der Suchtrehabilitation – Teil I

Nachfrage und Zugang, Fachkräftemangel

Die Suchtrehabilitation ist ein Teil des komplexen Systems „Suchthilfe“, zu dem außerdem viele weitere Angebote in den Bereichen Beratung, Akutbehandlung, Selbsthilfe, Eingliederungshilfe, Substitution u. a. gehören. Und sie bietet selbst ein komplexes, differenziertes und individuell anpassbares Leistungsspektrum, das sich unter veränderten Rahmenbedingungen stets weiterentwickelt hat. In seinem Überblicksartikel nimmt Prof. Dr. Andreas Koch eine Standortbestimmung der Suchtrehabilitation vor und erläutert, welche Trends und Themen die Arbeit in diesem Bereich aktuell und zukünftig beeinflussen. Diskutiert werden: Nachfrage und Zugang sowie Fachkräftemangel (Teil I), Digitalisierung sowie Therapie und Konzepte (Teil II), Modularisierung, Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung sowie Leistungsrecht und Wirtschaftlichkeit (Teil III). » zum Artikel

Marcus Breuer

„Was am Anfang verloren geht, kann man nicht mehr aufholen“

Untersuchung zu Haltequoten in der Drogenrehabilitation

Was muss man tun, damit möglichst viele Patient/innen die Behandlung in einer stationären Drogenreha-Einrichtung planmäßig beenden? Diese Frage war der Ausgangspunkt für eine trägerinterne Studie in zehn Kliniken des Deutschen Ordens und eine vorausgehende Literaturrecherche. Betrachtet wurden die diversen Ausgestaltungsmöglichkeiten des Settings in den Einrichtungen und deren Auswirkungen auf die Haltequoten. Marcus Breuer stellt die im Laufe des Projekts gesammelten Daten vor und leitet daraus mögliche Einflussfaktoren auf die Haltequote und Hinweise für die Setting-Gestaltung ab. » zum Artikel

Eva Ullmann, Dr. Kareen Seidler

Humor in der Suchtkrankenhilfe

Eine Ressource für mehr Entspannung und Kreativität

Sucht und schwierige Lebensumstände – wer denkt da schon an Humor? Tatsächlich lohnt es sich aber, den Humor auch im Falle einer Suchterkrankung nicht aus den Augen zu verlieren. Er entspannt, senkt Stresshormone und aktiviert Kreativität. Damit qualifiziert er sich als wichtige Ressource – sowohl für Betroffene als auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen. Über den Einsatz von Humor in der Suchtkrankenhilfe berichten Eva Ullmann und Dr. Kareen Seidler anhand wissenschaftlicher Ergebnisse und anschaulicher Beispiele. » zum Artikel

Stefan Bürkle

Leistungserbringung im ethisch-ökonomischen Spannungsfeld

Einschätzungen aus Sicht der Freien Wohlfahrtspflege

Die Leistungserbringung in der Suchtrehabilitation unterliegt einer Reihe von organisationsinternen und externen Einflussfaktoren. Diese Faktoren können auf der konkreten Handlungsebene zu einem Spannungsfeld zwischen Ethik und Ökonomie führen. Stefan Bürkle beleuchtet im Detail, wie dieses Spannungsfeld zustande kommt, und stellt Überlegungen an, wie mit dieser Spannung – insbesondere bei einem christlich orientierten Wohlfahrtsverband – angemessen umgegangen werden kann. Als Richtschnur dient ihm das Prinzip vom „richtigen Handeln in verantwortbarer Praxis“. Zwei Beispiele für ethische Konflikte werden ausführlich dargestellt: die indikationsgeleitete Vermittlung in eine Rehaklinik und die ambulante Suchtrehabilitation. » zum Artikel

Dr. Andreas Dieckmann

Spiritualität – eine neue therapeutische Modewelle?

Zwischenruf

Seit einiger Zeit taucht im Zusammenhang mit Psychotherapie der Begriff der Spiritualität auf. Ist das eine Modeerscheinung oder eine ernst zu nehmende Option? Dr. Andreas Dieckmann geht in seinem Zwischenruf den Fragen nach, was unter Spiritualität eigentlich zu verstehen ist und welche Bedeutung sie im psychotherapeutischen Feld entfalten kann. » zum Artikel

Dr. Volker Weissinger

Zugangswege erweitern, Übergänge optimieren

Handlungsbedarf und Handlungsansätze am Beispiel der Suchtrehabilitation

Suchterkrankungen gehören zu den psychischen Störungen mit der größten Behandlungslücke, nur wenige der Betroffenen lassen sich wegen ihrer Suchterkrankung behandeln. Dr. Volker Weissinger erläutert, an welchen Stellen im Hilfesystem angesetzt werden kann, um den frühzeitigen und nahtlosen Zugang zu Suchtkrankenhilfe und Entwöhnungsbehandlung zu verbessern. Systematisch beschreibt er für unterschiedliche Handlungsfelder, in denen sich abhängigkeitskranke Menschen bewegen, welche Maßnahmen dort erforderlich sind. Frühinterventionen im Krankenhausbereich und in Betrieben, ein Nahtlosverfahren aus dem Qualifizierten Entzug, die Nutzung von Routinedaten der Leistungsträger sowie eine bessere Zusammenarbeit mit den Jobcentern/Agenturen für Arbeit sind nur einige der im Artikel dargestellten Möglichkeiten. » zum Artikel