Benjamin Becker

Digitaler Wandel in der Suchtprävention

Kommentar aus der Praxis der Jugendarbeit

Digitale Kommunikation ist für die heranwachsende Generation normal. Die Suchtprävention hat hier noch Barrieren zu überwinden. Wie Digitalisierung und Corona-Krise einen Paradigmenwechsel in der Suchtprävention voranbringen könnten, beschreibt Benjamin Becker aus der Fachsicht von blu:prevent, dem Suchtpräventionsangebot des Blauen Kreuzes für Jugendliche. » zum Artikel

Marius Neuhaus

Beratung junger Menschen – ein Arbeitsfeld im Wandel

Ergebnisse einer Befragung

„Sag uns, wie wir dich unterstützen können“ – unter diesem Titel wurden im Sommer 2021 junge Menschen bis 27 Jahre im Kreis Segeberg online befragt. Die Befragung wurde von den freien Trägern der örtlichen Beratungsstellen, die Angebote für junge Menschen vorhalten, durchgeführt. Im Zentrum der Befragung standen die aktuellen Lebensthemen der Jugendlichen und die Form der Beratung, die sie sich von den Beratungsstellen wünschen. Ziel war es, sie als Expert:innen in eigener Sache in einen Prozess der Angebotsentwicklung einzubeziehen. Ihre Antworten geben einen Anstoß zur Diskussion über notwendige Innovationsprozesse innerhalb der Einrichtungen der sozialen Arbeit. Marius Neuhaus stellt die Ergebnisse vor. » zum Artikel

Knut Kiepe, Dr. Kai W. Müller

Die Pandemie als „Brandbeschleuniger“ für Internetnutzungsstörungen?

Was wir brauchen, ist ein differenzierter Blick!

Homeoffice, Distanzunterricht, online-Yoga – digitale Angebote und Nutzungsmöglichkeiten haben die Weiterführung zumindest einer Art von Alltag während der Corona-Pandemie erst möglich gemacht. Die Internetnutzung nahm in Ermangelung anderer durchführbarer Aktivitäten deutlich zu. Führt die Pandemie damit auch zum eklatanten Anstieg von Internetnutzungsstörungen – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen? Mit dieser Frage beschäftigen sich im Rahmen der Artikelserie „Zukunftstrends – Was bleibt von Corona?“ Knut Kiepe und Dr. Kai W. Müller. „Höhere Internetnutzung gleich mehr Störungen“ ist für sie aber eine zu einfache Formel. Sie stellen dar, welche Faktoren bei der Entstehung eines problematischen Verhaltens zusammenspielen, und legen besonderes Augenmerk auf die psychischen Belastungen und ihre Hintergründe. » zum Artikel

Cornelia Kost

Trans und Sucht

Suchtberatung für geschlechtsdiverse Menschen

Transgeschlechtliche Menschen gehören einer gesellschaftlichen Minderheit an. Sie sind größeren Belastungen ausgesetzt als andere Menschen und weisen ein höheres Risiko für Suchtprobleme und andere begleitende psychische Störungen auf. Angebote im Hilfesystem, die kenntnisreich auf ihre Bedarfe und ihre Situation eingehen, sind rar. Eines davon ist die Hamburger Suchtberatungsstelle 4Be. Cornelia Kost, Leiterin von 4Be, beschreibt, welche Hürden für den Zugang von geschlechtsdiversen Menschen zu Angeboten der Suchthilfe bestehen, und berichtet aus der Praxis dieses spezifischen Angebots. » zum Artikel

Sabine Köhler, Dr. Dieter Kunz, David Schneider

Psychosoziale Belastungen und Suchtmittelkonsum von unbegleiteten minderjährigen Ausländer/innen

Eine explorative Untersuchung in der stationären Jugendhilfe

Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern bzw. Erziehungsberechtigte in Deutschland einreisen, werden durch das Jugendamt in Obhut genommen und erhalten Leistungen der Jugendhilfe (SGB VIII). Anfang 2018 waren über 50.000 ‚unbegleitete‘ Minderjährige und junge Volljährige in der Zuständigkeit der Jugendhilfe. Sie haben im Heimatland und auf der Flucht in unterschiedlichem Ausmaß Erfahrungen von Bedrohung, Gewalt, Verfolgung, Folter und Krieg gemacht. Um Hinweise auf konkrete psychosoziale Belastungen, den Suchtmittelkonsum und die Ressourcen der Jugendlichen zu erhalten, führte der Verein Jugendberatung und Jugendhilfe (JJ) eine explorative Untersuchung in den eigenen stationären Jugendhilfeeinrichtungen durch. Das Autorenteam Sabine Köhler, Dr. Dieter Kunz und David Schneider stellt die Ergebnisse vor. » zum Artikel

Prof. Dr. Andreas Koch, Iris Otto

„Weil sonst keiner zuständig ist …“

Umfrage zur Mitaufnahme von Kindern in der Suchtrehabilitation

In Deutschland wächst eine erhebliche Zahl an Kindern in suchtbelasteten Familien unter schwierigen Bedingungen auf. Allzu oft werden die Kinder vernachlässigt oder gar misshandelt. Die Folgen sind nicht selten Traumatisierungen und andere psychische Belastungen. In vielen Einrichtungen der Suchtrehabilitation existieren spezielle Betreuungskonzepte für die so genannten Begleitkinder von suchtkranken Rehabilitand/innen. Eine Umfrage unter Mitgliedseinrichtungen des Bundesverbandes für stationäre Suchtkrankenhilfe, die Kinder begleitend zur Suchtrehabilitation der Eltern aufnehmen und betreuen, zeigt das umfassende Angebotsspektrum, aber auch die unzureichende finanzielle Ausstattung dieses spezifischen Leistungsbereiches. Prof. Dr. Andreas Koch und Iris Otto stellen die Ergebnisse der Umfrage dar und berichten über Betreuungsplätze und Fallzahlen, über Betreuungsangebote und Personalausstattung sowie über die Finanzierung. » zum Artikel

Sabine Bösing

Das Selbstkontrolltraining SKOLL

Ein Angebot zur Überprüfung riskanter Konsum- und Verhaltensformen

Das Selbstkontrolltraining SKOLL richtet sich an Jugendliche und Erwachsene, die sich im Austausch in der Gruppe darüber klar werden wollen, ob ihr Suchtmittelkonsum oder ihr suchtbezogenes Verhalten schon problematisch ist. SKOLL ist ein Training – keine Behandlung oder Therapiegruppe – und hilft den Teilnehmenden, ihr eigenes Verhalten kritisch wahrzunehmen und besser mit Risikosituationen wie Stress und Konflikten sowie mit Rückschritten umzugehen. Sabine Bösing stellt Aufbau und Ziele des SKOLL-Programms vor und beschreibt insbesondere die Rolle der Trainerinnen und Trainer. » zum Artikel