rehapro-Projekte in der Suchtreha

Neue Wege gehen – Teilhabe von Suchtkranken am Arbeitsleben fördern

Im Rahmen des ersten Förderaufrufs des Bundesprogramms „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro“ werden seit Herbst 2019 55 Modellprojekte gefördert. Darunter befinden sich auch rund ein Dutzend Projekte, die in der Suchtreha verankert sind. Drei dieser Projekte, die in Mitgliedseinrichtungen des buss durchgeführt werden, sollen hier näher vorgestellt werden. Die zuständigen Mitarbeiter*innen berichten, welche Ziele die Projekte verfolgen und welche Maßnahmen umgesetzt werden. » zum Artikel

Joachim J. Jösch

Sucht und Sexualität

Mann (S)sucht Liebe

Wie wichtig sind gelingende Partnerschaft und Sexualität für ein Leben frei von Sucht? Über die Hälfte der Suchtrehabilitanden ist alleinstehend. Die meisten wünschen sich eine Partnerschaft. Im Fachkrankenhaus Vielbach wurde deutlich, dass diesem wichtigen Lebensbereich der Rehabilitanden bislang zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Deshalb hat die Klinik eine umfassende, anonyme Befragung zum Thema „Partnerschaft und Sexualität“ durchgeführt und begonnen, die Behandlungsangebote entsprechend der Ergebnisse zu verändern. Joachim J. Jösch berichtet über die Entwicklungen in Vielbach und über eine neue Perspektive in der Behandlung von Suchtkranken. » zum Artikel

Prof. Dr. Regina Kostrzewa

Stigmatisierung und Selbststigmatisierung im Kontext von Suchterkrankungen

Ein veränderbarer Teufelskreis?

Obwohl Suchterkrankungen zu den häufigsten psychischen Krankheiten gehören, werden die Betroffenen oft ausgegrenzt und stigmatisiert. Stigmatisierung entsteht durch komplexe Wechselwirkungen zwischen den Betroffenen und der Gesellschaft. Prof. Dr. Regina Kostrzewa beschreibt, welche Strategien gegen Stigmatisierung entwickelt und umgesetzt werden sollten. Insbesondere stellt sie für den Bereich der Suchtprävention konkrete Maßnahmen der Entstigmatisierung vor. » zum Artikel

Dr. Dieter Kunz, David Schneider

Fähigkeiten und Beeinträchtigungen in allen Lebensbereichen erfassen

Der ICF-basierte Fremdbeurteilungsbogen „Mini-ICF-APP“ als Standardinstrument in der Suchthilfe

Bei der Betreuung und Behandlung von Abhängigkeitskranken sollten sämtliche Lebensbereiche daraufhin befragt werden, welche Beeinträchtigungen, aber auch Ressourcen, für soziale und berufliche Teilhabe vorliegen. So kann der Bedarf an professioneller Hilfe konkret beschrieben und eine passgenaue Hilfeplanung eingeleitet werden. Vor diesem Hintergrund begann der Suchthilfeträger Jugendberatung und Jugendhilfe (JJ), den ICF-basierten Fremdratingbogen Mini-ICF-APP in seinen Einrichtungen einzusetzen. Erste Ergebnisse der Beurteilung mit dem Mini-ICF-APP stellen Dr. Dieter Kunz und David Schneider vor: Welche Beeinträchtigungen stehen im Vordergrund der betreuten/behandelten Klientel? Lassen sich je nach Einrichtungstyp oder Hauptsuchtmittel Unterschiede feststellen? Greifen die Hilfemaßnahmen? » zum Artikel