Dr. Peter Raiser

Bundesweite Plattformlösungen für die Digitalisierung der Suchtberatung

Die Sozialplattform und das Konzept DigiSucht

Die Digitalisierung der Suchtberatung wird derzeit durch den parallelen Aufbau von zwei Beratungsplattformen vorangetrieben, die bundesweit und trägerübergreifend genutzt werden können. Dabei handelt es sich um die Umsetzung des Konzeptes DigiSucht, das die delphi GmbH entwickelt hat, und den Aufbau der Sozialplattform durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), in der die allermeisten Verbände der Suchthilfe zusammengeschlossen sind, hat den Entwicklungsprozess der beiden Projekte verfolgt und in Teilbereichen aktiv mitgestaltet. Dr. Peter Raiser, Geschäftsführer der DHS, stellt den aktuellen Umsetzungsstand der beiden Plattformen dar und erläutert Ziele und Hintergründe. » zum Artikel

Andrea Hardeling

Digitalisierung in der Suchtberatung

Herausforderungen und Handlungsbedarf

Durch die Corona-Pandemie hat die Entwicklung und Umsetzung digitaler Angebote in der Suchtberatung einen ungeahnten Schub erhalten. Dieser Veränderungsprozess vollzieht sich nicht nur im Bereich Technik und Know-how, sondern betrifft auch die Unternehmenskultur, die Konzeption von Angeboten und die Fachkräfteausbildung. Nicht zuletzt treten neue Fragen der Finanzierung auf den Plan. Andrea Hardeling stellt dar, welche konkreten Herausforderungen und Aufgaben für Suchtberatungsstellen im Zuge der Digitalisierung ihres Arbeitsfeldes bestehen. » zum Artikel

Benjamin Becker

Digitaler Wandel in der Suchtprävention

Kommentar aus der Praxis der Jugendarbeit

Digitale Kommunikation ist für die heranwachsende Generation normal. Die Suchtprävention hat hier noch Barrieren zu überwinden. Wie Digitalisierung und Corona-Krise einen Paradigmenwechsel in der Suchtprävention voranbringen könnten, beschreibt Benjamin Becker aus der Fachsicht von blu:prevent, dem Suchtpräventionsangebot des Blauen Kreuzes für Jugendliche. » zum Artikel

Linda Heitmann

Veränderungen in der Hamburger Suchthilfe in Zeiten der Corona-Pandemie

Eine Bestandsaufnahme

Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen haben die Einrichtungen der Suchthilfe vor große Herausforderungen gestellt. Mit viel Kreativität und Pragmatismus haben die Einrichtungen Lösungen gefunden, um suchtkranken Menschen auch unter Pandemiebedingungen weiterhin zu helfen. Die Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) hat im Frühjahr 2021 ihre Mitgliedseinrichtungen dazu befragt, welche neuen Arbeitsweisen eingeführt wurden und wie diese auch im Hinblick auf die zukünftige Praxis bewertet werden. Als Fazit lässt sich festhalten: Digitale Lösungen können im Suchthilfesystem sinnvolle Ergänzungen sein, aber kein Ersatz für die persönliche Begegnung! Linda Heitmann stellt die Ergebnisse der Umfrage vor. » zum Artikel

Wolfgang Rosengarten

Zukunftsfähige Perspektiven für Suchtberatungsstellen

Suchthilfe stärker als kommunale Dienstleistung positionieren

Das Geld der Kommunen ist knapp, und es wird durch die staatlichen Ausgaben zur Bewältigung der Corona-Pandemie noch knapper. Was kann die Suchthilfe als freiwillig finanzierte Leistung tun, damit nicht bei ihr der Rotstift angesetzt wird? Diese Frage beantwortet Wolfgang Rosengarten mit dem Aufruf zur Umorientierung in der Ausrichtung der Suchtberatungsstellen. Zum einen gilt es, die Suchthilfe als wichtigen Partner für Verwaltung und Fachämter zu etablieren, zum anderen sollte sie mit dem enormen Nutzen ihrer Arbeit nicht (mehr) hinterm Berg halten, sprich: Es gilt außerdem, das eigene Wirken und Tun gegenüber Öffentlichkeit und Politik stärker herauszustellen. » zum Artikel

Karl Lesehr

Die individuelle Lebensqualität verbessern

Erfahrungen und Reflexionen zum Abschluss des Projektes Su+Ber – Sucht und Beruf

„Su+Ber – Sucht und Beruf“ ist ein Projekt zur Teilhabeförderung von Langzeitarbeitslosen mit Suchtproblemen (wir berichteten auf KONTUREN, Teil 1 + Teil 2). Im Juli 2019 ging das Projekt zu Ende. Im Rahmen von Su+Ber wurde erprobt, wie Leistungen und Maßnahmen der Arbeitsförderung, der Suchtrehabilitation und der Suchthilfe in einer Gesamtmaßnahme wirksam und effizient verknüpft werden können. Karl Lesehr reflektiert die innere Projektentwicklung und stellt dar, welche – erwarteten und unerwarteten – Schwierigkeiten aufgetreten sind, wie sich die Arbeitshaltungen der beteiligten Fachleute dadurch verändert haben und welche Verbesserungsmöglichkeiten für Folgeprojekte bestehen. » zum Artikel

Eva Egartner, Beate Zornig-Jelen

Migration und Sucht

Erfahrungen aus der Versorgung suchtmittelkonsumierender geflüchteter Menschen

In den letzten Jahren kamen viele aus ihren Heimatländern geflüchtete Menschen nach Deutschland. Im Heimatland und auf der Flucht haben sie zum großen Teil traumatisierende Erfahrungen gemacht. Nicht selten werden diese durch Suchtmittelkonsum ‚behandelt‘. Aber auch die Lebensumstände nach der Ankunft in Deutschland – gezeichnet durch Warten, Ungewissheit, Langeweile und Angst – können den Konsum von Suchtmitteln verstärken. Eva Egartner und Beate Zornig-Jelen berichten über Erfahrungen aus der Versorgung suchtmittelkonsumierender geflüchteter Menschen und leiten daraus Forderungen für bessere Hilfeangebote ab. » zum Artikel