Dr. Wibke Voigt

Ermutigung tut not!

Ergebnisse einer Umfrage zu Weiterbildungsermächtigungen in Suchtfachkliniken

Psychologen in Ausbildung und Assistenzärzte werden sich nur eine solche Klinik als Arbeitsstelle aussuchen, an der sie ihre Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten bzw. ihre fachärztliche Weiterbildung absolvieren können. Dazu benötigt die ärztliche Leitung eine so genannte Weiterbildungsermächtigung, die bei der Ärztekammer beantragt und von dieser bewilligt werden muss. Wie sieht es nun in der Praxis mit dem Vorliegen von Weiterbildungsermächtigungen in Suchtkliniken aus? Dies wollte der Deutsche Bundesverband der Chefärztinnen und Chefärzte der Fachkliniken für Suchtkranke (DBCS) wissen und führte eine Umfrage durch. Dr. Wibke Voigt präsentiert und kommentiert die Ergebnisse. » zum Artikel

Dr. Ursula Fennen

Vom Aussterben der Sozialmediziner und der Bedeutung von Weiterbildung

Ein Erfahrungsbericht aus der Praxis

Ärzte ohne Zusatztitel Sozialmedizin werden aktuell vom Leistungsträger als Leiter einer Reha-Klinik akzeptiert, wenn sie denn die Weiterbildungsseminare besucht haben. Warum es trotzdem oder gerade deshalb so wichtig ist, den Zusatztitel Sozialmedizin zu erwerben – und auch die entsprechende Weiterbildungsermächtigung –, erörtert Dr. Ursula Fennen. Sie stellte 2010 einen Antrag auf Weiterbildungsermächtigung für die Zusatzbezeichnung Sozialmedizin, der abgelehnt wurde. Dagegen klagte sie erfolgreich – ein Fall, der auch für andere Antragsteller richtungsweisend sein kann. » zum Artikel

Dr. Eckhard Roediger

Schematherapie in der Suchtbehandlung?

Eine motivierende Einführung

Die Schematherapie beruht auf einem Modell aus nicht integrierten Selbstanteilen, sog. Modi, die durch Frustration der Grundbedürfnisse Bindung und Selbstbehauptung in der Kindheit und Jugend entstanden sind und miteinander im Konflikt stehen. Der Konsum von Suchtmitteln kann als dysfunktionaler Bewältigungsmodus, diese Konflikte aufzulösen, verstanden werden. Dr. Eckhard Roediger erklärt die Schematherapie im Einzelnen und beleuchtet, ob sie in der Suchtbehandlung eine sinnvolle Anwendung finden kann. » zum Artikel

Simone Schwarzer

Mensch und Milligramm

Suchtexperten diskutieren über die Behandlung Opiatabhängiger

„Wie geht es weiter … mit der Behandlung Opiatabhängiger?“ Darüber diskutierten Suchtfachleute bei einem Workshop, zu dem die fünf Suchtverbände buss, CaSu, fdr, FVS und GVS im Mai eingeladen hatten. Hintergrund der Veranstaltung ist die Tatsache, dass Substitution in Deutschland die mit Abstand häufigste Behandlungsform bei Opiatabhängigkeit ist und ein Wechsel von Substitution in Rehabilitation nur in wenigen Fällen vorkommt. Im Rahmen des Workshops wurden Chancen und Möglichkeiten einer Brückenbildung zwischen diesen beiden Behandlungsformen erörtert. Eine ausführliche Zusammenfassung der verschiedenen Positionen finden Sie im Tagungsbericht von Simone Schwarzer. » zum Artikel

Frank Rihm

TaKeTiNa-Rhythmustherapie

Wo die Sprache nicht hinkommt

TaKeTiNa bezeichnet eine Methode, die es ermöglicht, Rhythmus ganzheitlich mit dem Körper zu erleben. Diese Erfahrung wird bereits seit einigen Jahren erfolgreich in der Psychosomatik eingesetzt. Sie verhilft Patienten dazu, im „Hier und Jetzt“ anzukommen und mehr innere Sicherheit zu entwickeln. Frank Rihm, langjähriger TaKeTiNa-Rhythmuspädagoge, stellt die Methode vor. » zum Artikel

Rainer Baudis

Verbesserung des Entscheidungsverhaltens bei Substanzmittelabhängigkeit

Das neuropsychologisch basierte Trainingsmanual HALT!

Das Trainingsprogramm HALT! bearbeitet das Entscheidungsverhalten und weitere neuropsychologische Beeinträchtigungen bei Suchtkranken. Damit sollen Alltagsbewältigung und Teilhabemöglichkeiten verbessert und das Rückfallrisiko vermindert werden. Rainer Baudis beschreibt die Entwicklung und wissenschaftliche Evaluation des HALT!-Programmes. » zum Artikel

Michael Dreier, Dr. Klaus Wölfling, Prof. Dr. Manfred E. Beutel, Kai W. Müller

Psychotherapie bei Internetsucht

Ein Überblick zu therapeutischen Methoden und deren Wirksamkeit

An der Ambulanz für Spielsucht der Universitätsmedizin Mainz wurde ein standardisiertes verhaltenstherapeutisches Behandlungsmanual für Computerspiel- und Internetsucht entwickelt. Dessen Wirksamkeit wird derzeit an vier Studienzentren erprobt. Die Autoren Michael Dreier, Dr. Klaus Wölfling, Prof. Dr. Manfred E. Beutel und Kai W. Müller stellen das Therapieprogramm und das Studiendesign vor. » zum Artikel