Dieter Ameskamp, Dr. med. Thomas Kuhlmann, Astrid Leicht, Hans-Günter Meyer-Thompson, Dr. med. Sibylle Quellhorst, Prof. Dr. Dr. Dr. Felix Tretter, Dr. Theo Wessel

Flüchtlinge und (Opioid-)Abhängigkeit

Die Hürden zur Behandlung

Flucht und Traumata erhöhen die Gefahr eines missbräuchlichen Konsums von psychotropen Substanzen. Zugleich stammen viele der nach Deutschland geflüchteten Menschen aus Herkunftsländern, in denen Opioidgebrauch weit verbreitet und kulturell akzeptiert ist. Es ist davon auszugehen, dass eine nennenswerte Zahl an Geflüchteten – ob ‚mitgebracht‘ oder hier entwickelt – einen riskanten, schädlichen oder abhängigen Konsum von psychoaktiven Substanzen aufweist. Eine Expertenrunde hat den aktuellen Wissensstand zusammengefasst. Dieser Text, den wir hier auf KONTUREN online veröffentlichen, wurde im Anschluss an einen Fachaustausch zum Thema „Flüchtlinge in Deutschland – eine Herausforderung auch für die Sucht- und Drogenpolitik?“ verfasst, zu dem die Drogenbeauftragte am 25. Mai 2016 eingeladen hatte. » zum Artikel

Simone Schwarzer

Mensch und Milligramm

Suchtexperten diskutieren über die Behandlung Opiatabhängiger

„Wie geht es weiter … mit der Behandlung Opiatabhängiger?“ Darüber diskutierten Suchtfachleute bei einem Workshop, zu dem die fünf Suchtverbände buss, CaSu, fdr, FVS und GVS im Mai eingeladen hatten. Hintergrund der Veranstaltung ist die Tatsache, dass Substitution in Deutschland die mit Abstand häufigste Behandlungsform bei Opiatabhängigkeit ist und ein Wechsel von Substitution in Rehabilitation nur in wenigen Fällen vorkommt. Im Rahmen des Workshops wurden Chancen und Möglichkeiten einer Brückenbildung zwischen diesen beiden Behandlungsformen erörtert. Eine ausführliche Zusammenfassung der verschiedenen Positionen finden Sie im Tagungsbericht von Simone Schwarzer. » zum Artikel

EMCDDA veröffentlicht den 20. Europäischen Drogenbericht

Neue Dynamiken und Dimensionen des europäischen Drogenproblems im Fokus

Veränderte Dynamiken auf dem Heroinmarkt, aktuelle Auswirkungen des Cannabiskonsums und neue Merkmale und Dimensionen der Szene für Stimulanzien und „neue Drogen“ gehören zu den Themen, die von der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) in ihrem gerade in Lissabon veröffentlichten „Europäischen Drogenbericht 2015“ behandelt werden. Zudem lässt die EMCDDA in ihrem Jahresbericht 20 Jahre Beobachtungsarbeit Revue passieren. Der Artikel bietet eine ausführliche Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse.
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Andreas Reimer

Drogenpatienten sind anders

Arbeitsbezogene Maßnahmen für eine meist jüngere und schlecht ausgebildete Klientel

Rehabilitanden mit Abhängigkeit von illegalen Drogen weisen im Bereich der beruflichen Orientierung einen besonderen Unterstützungsbedarf auf. Neben fehlenden Schul- und Ausbildungsabschlüssen bereiten häufig Defizite in den arbeitsbezogenen Basisfähigkeiten wie Leistungsbereitschaft und Disziplin Probleme. Andreas Reimer beleuchtet, welche Maßnahmen für diese Klientel sinnvoll und notwendig sind und inwieweit diese in den BORA-Empfehlungen abgebildet werden. » zum Artikel