Gemeinsame Stellungnahme von Suchtfachverbänden und Bundesärztekammer
Anlässlich des CDU-Parteitages am 20./21. Februar und des Antrags der Mittelstands- und Wirtschaftsunion „Für Wettbewerb und Verbraucherschutz – gegen Werbeverbote“ (Antrag L18), haben mehrere Suchtfachverbände – darunter die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) – und die Bundesärztekammer eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht, in der sie den Gesetzgeber auffordern, die Regulierung der Werbung und Besteuerung für Suchtmittel und Glücksspiel an den Stand der wissenschaftlichen Evidenz anzupassen.
Die Verbände legen dar, dass die derzeitige Politik die Suchtmittelindustrie indirekt auf Kosten der Sozialkassen subventioniert. Die Kosten, die durch Suchtmittel und Glücksspiel entstehen, werden von den Steuereinnahmen nicht gedeckt, zudem basieren die Gewinne von Unternehmen der Alkohol- und Glücksspielindustrie oft auf gesundheitlichem Leid. Die volkswirtschaftlichen Verluste belaufen sind auf über 136 Milliarden Euro jährlich.
In ihrer Stellungnahme stellen die Verbände sieben Forderungen an den Gesetzgeber auf, um diese Lücke zu schließen, unter anderem durch die Anhebung der Verbrauchssteuern, ein umfassendes Werbeverbot, die Trennung von Sport und Suchtmitteln und die Stärkung des Hilfesystems.
Die vollständige Stellungnahme steht HIER zur Verfügung.

Redaktion KONTUREN, 20.2.2026
