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Editoral

Rehabilitation
Alarmierende Nachrichten über ausgeschöpfte Reha-Budgets schlugen letztes Jahr hohe Wellen unter den Fachleuten. Wie geht es weiter in der Sucht-Reha? KONTUREN lässt in dieser Ausgabe u. a. Vertreter der Deutschen Rentenversicherung zu Wort kommen, die die Lage und Entwicklungsperspektiven aus ihrer Sicht schildern. Im Titelbeitrag von Dr. Here Klosterhuis, Anke Mitschele, Barbara Naumann und Sabine Kley ab Seit 8 werden Instrumente, Verfahren und aktuelle Ergebnisse aus der Qualitätssicherung in der Sucht-Rehabilitation vorgestellt. Ola Hebrant zeigt in seinem Titelbeitrag ab Seite 14 wesentliche Zahlen aus der Rehabilitation bei Abhängigkeitserkrankungen auf und erläutert die Entwicklungsbemühungen der Deutschen Rentenversicherung Bund bezüglich der ganztägig ambulanten Rehabilitation. Ab Seite 18 schildert Michael Zellner aus Sicht eines Regionalträgers – der RV Bayern Süd –, welchen neuen Anforderungen sich die Einrichtungen angesichts veränderter Rahmenbedingungen wie verkürzte Verweildauern, eine zunehmend mehrfachabhängige Klientel, schwierige Arbeitsmarktsituation für Rehabilitanden etc. jetzt schon und in Zukunft stellen müssen. Wie es aktuell in der Diskussion um die Reha-Budgets steht und welche Impulse zur Veränderung bereits Widerhall fanden, fasst ab Seite 22 Dr. Andreas Koch zusammen. Die Autoren Jörg Heinsohn, Dr. Andreas Koch, Prof. Dr. Edwin Toepler, Dr. Wibke Voigt und Dr. Bernd Wessel stellen ab Seite 24 eine neue Herangehensweise an das Thema Arbeitsmarktintegration vor: In einem Workshop des Bundesverbandes für stationäre Suchtkrankenhilfe e. V. (‚buss') wurde eine "Zielgruppenmatrix" erarbeitet, die die Rehabilitanden in der stationären Entwöhnungsbehandlung praxisnah in Gruppen mit unterschiedlichem Integrationspotential einteilt und ihnen entsprechende Maßnahmen zuordnet.

Therapie statt Strafe
Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Strafvollstreckung für Taten, die aufgrund einer Betäubungsmittelabhängigkeit begangen wurden, nach § 35 BtMG zurückgestellt werden. Durch den Wechsel der Zuständigkeiten innerhalb des Justizapparats sowie eine neue Haltung gegenüber dem Prinzip "Therapie statt Strafe" ist es in der Vergangenheit zu einer geänderten Auslegung dieser gesetzlichen Möglichkeit gekommen. Über die Auswirkungen dieses Wandels informiert Birgitta Kraatz-Macek in ihrem Beitrag ab Seite 30.

Drogen in Deutschland
Was hält die deutsche Bevölkerung vom Gebrauch von Drogen? Sind sie gefährlich? Sollen sie verboten sein? Gibt es Unterschiede in der Beurteilung verschiedener Substanzen? Wie viele Deutsche greifen voraussichtlich in welchem Umfang zu illegalen oder auch legalen Rausch- und Genussmitteln? Verändert sich die Risikoeinschätzung, wenn man selbst psychotrope Substanzen konsumiert? Wie beurteilen Wissenschaftler die Gefahren beim Konsum verschiedener Rauschmittel? Mit diesen und anderen Fragen befasst sich eine umfangreiche Studie der Professoren Joachim Eul und Heino Stöver, deren erster Teil in dieser Ausgabe ab Seite 32 vorgestellt wird. Der zweite Teil folgt in Ausgabe 1/2012.

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