| Editoral
Substitution
Verglichen mit anderen chronischen Erkrankungen und ihren Behandlungsmethoden ist die Substitutionsbehandlung bei Drogenabhängigkeit noch immer keine Selbstverständlichkeit. Aber sie ist in der Diskussion. Im Frühjahr wurden zwei entscheidende Regelwerke neu überarbeitet: die Richtlinien der Bundesärztekammer (BÄK) zur substitutionsgestützten Behandlung Opiatabhängiger und die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses für die diamorphingestützte Substitutionsbehandlung. Die novellierten Richtlinien der BÄK legen ausdrücklich fest, dass „bei einem Wechsel in eine Krankenhausbehandlung, Rehabilitationsmaßnahme, Inhaftierung oder andere Form einer stationären Unterbringung […] die Kontinuität der Behandlung durch die übernehmende Institution sicherzustellen“ ist (Kapitel 8). KONTUREN greift das Thema deshalb in diesem Schwerpunkt auf. Professor Heino Stöver beschreibt ab Seite 8 die wechselhafte Geschichte der Substitution. Über die praktische Umsetzung informiert ab Seite 14 die IMPROVE-Studie des Bundesverbandes für akzeptierende Drogenarbeit akzept e. V., in der Suchtmediziner, Substitutionspatienten und Drogenkonsumenten nach Zugangsbedingungen, Aufrechterhaltung und Qualität der Substitutionsbehandlung befragt wurden. Dr. Jörg Gölz berichtet ab Seite 18 von der Methadonsubstitution in seiner Berliner Arztpraxis und den konkreten einzelnen Schritten, die dabei gemacht und bedacht werden müssen. Ab Seite 23 berichtet Gerlinde Wüllenweber, Leiterin der psychosozialen Betreuung in der Heroinambulanz Bonn, über die Durchführung der Heroinstudie in ihrer Einrichtung. Inge Hönekopp, Ärztliche Leiterin der Methadonschwerpunktpraxis Mannheim, stellt ab Seite 28 die neu überarbeiteten Richtlinien der Bundesärztekammer zur substitutionsgestützten Behandlung Opiatabhängiger vor.
Drogenabhängige Schwangere und Mütter
In Deutschland wachsen schätzungsweise 40- bis 60.000 Kinder mit Eltern auf, die substituiert werden oder Drogen konsumieren. Meist leben diese Kinder mit ihren alleinerziehenden Müttern zusammen. Der Bedarf an Forschung, Qualifizierung und modellhafter Erprobung von Interventionsmöglichkeiten ist nach wie vor groß. Martina Toedte von der Essener Drogenberatungsstelle BELLA DONNA beschreibt ab Seite 32 die Schwierigkeiten dieser Klientel und stellt das Modellprojekt „VIOLA. Ambulante Hilfen für drogenabhängige schwangere Frauen und Frauen mit Kindern“ vor.
Was hilft gegen Prüfungsangst?
Nur wenige Menschen haben das Glück, mit eisernen Nerven in eine Prüfung zu gehen. Die allermeisten kennen eher Nervenflattern und quälen sich bei der Vorbereitung. Aber Prüfungen sind unumgänglich – sei es für die Schule, die Uni oder eine Berufsausbildung. Professor Gebert liefert in seiner Kolumne ab Seite 38 Tipps und Tricks, mit denen Leistungstests erfolgreich gemeistert werden können.
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