| Editoral
Sucht in Europa
Nicht nur in Bezug auf Sprache, Klima, Mentalität oder Kultur unterscheiden sich die einzelnen Länder der Europäischen Union (EU). Es gibt auch größere Unterschiede in der jeweiligen Drogensuchthilfe. Deutlich wurde dieses auf der 94. Wissenschaftlichen Jahrestagung des Bundesverbands für stationäre Suchtkrankenhilfe (buss) am 12. und 13. März in Berlin. Zu lesen über diese Veranstaltung ist in unserem Titelbeitrag ab Seite 8. Bei der Betrachtung des Konsums einzelner Drogen sind landestypische Unterschiede zu verzeichnen. Doch nach dem Wegfall der Grenzen zum ehemaligen Ostblock und einer wirtschaftlichen Veränderung in den neuen Mitgliedsstaaten der EU sorgt der internationale Drogenhandel für eine steigende Verfügbarkeit von Suchtmitteln. Landeskundige Autoren geben ab Seite 14 detaillierte Einblicke in die Situation vor Ort in Italien und Lettland.
Sucht in Deutschland
Der Jahresbericht 2007 der Deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) zur Drogensituation in Deutschland kann als positives Ergebnis vermelden, dass der Drogenkonsum in Deutschland rückläufig ist. Neben der Betrachtung des Drogenverhaltens der Bevölkerung werden unterschiedliche Bereiche der Drogenproblematik in der Bundesrepublik fokussiert. Daneben stehen die Ziele und Schwerpunkte der nationalen „Drogen- und Suchtpolitik“ auf der Agenda der Veröffentlichung. Weitere Kapitel widmen sich unter anderem dem Drogenmarkt, den besonders gefährdeten jungen Menschen, dem Umgang mit sozialen Begleiterscheinungen und ihren Folgen, den öffentlichen Ausgaben und der drogenbezogenen Forschung. Nachzulesen ab Seite 30.
Anleitung zum Glücklichsein
Geld allein macht glücklich, denkt so mancher und hat Haus, Auto und Weltreise im Kopf. Und war es nicht auch schön, so die Erinnerung, damals, als der erste Ferienjob ein paar Mark in das Portemonnaie des Schülers spülte und er sich freudestrahlend langersehnte kleine materielle Wünsche erfüllen konnte? Doch es gibt zu bedenken: Mit zunehmendem Alter steigt das Einkommen, aber sind die Menschen dann glücklicher? Fehlanzeige - Untersuchungen haben herausgefunden, dass die meisten in ihrer Jugend am glücklichsten sind. Wie kann man es nun erreichen, dieses Gefühl, diese Erkenntnis, nicht vom Glück träumen zu müssen, sondern im Hier und Jetzt zu leben und die einfachen Freuden des Lebens zu genießen? Glückliche Menschen genießen das Eis am ersten warmen Sommertag, ein strahlendes Kinderlachen oder einen Sonnenaufgang. Ein ungarischer Glücksforscher hat die Aktivitäten benannt, die glücklich machen. Hiermit beschäftigt sich unsere Kolumne ab Seite 38.
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