Qualitätsmanagement
Qualitätsmanagementsysteme befassen sich mit der Konzeption und Durchführung von Maßnahmen, die der Verbesserung von Produkten, Dienstleistungen, Arbeitsabläufen oder auch Geschäftsprozessen in Organisationen dienen. Wichtige Faktoren hierbei sind z. B. die Optimierung von Kommunikationsstrukturen, der Erhalt oder die Steigerung der Kundenzufriedenheit, die Motivation der Mitarbeiter, die Standardisierung bestimmter Handlungs- und Arbeitsprozesse, die Erstellung von Normen für Produkte oder Leistungen sowie Dokumentation, Berufliche Weiterbildung, Ausstattung und Gestaltung von Arbeitsräumen. In Unternehmen der freien Wirtschaft sind Qualitätsmanagementsysteme seit längerer Zeit im Einsatz. Im Zuge der knapper werdenden Ressourcen setzen sie sich zunehmend auch im Bereich Suchthilfe durch. Welche Systeme können hier eingesetzt werden? Was können sie leisten, was nicht? Was kann damit verbessert werden? KONTUREN stellt ab Seite 8 die Qualitätsmanagementsysteme deQus, EFQM, DIN EN ISO 9001:2000 und das Instrument der Bewohnerbefragung vor. Anhand von Praxisbeispielen beschreiben die Autorinnen und Autoren die Anwendungsmöglichkeiten im Bereich von Einrichtungen und Trägern der Suchthilfe.
Was tun bei einem Rückfall?
Die Frage nach der „richtigen Art im Umgang mit Rückfällen“ ist wohl nach wie vor eine der umstrittensten Fragen bei der Behandlung von Suchterkrankungen. Während noch vor einigen Jahren ein Rückfall während der Behandlung fast automatisch zur Entlassung des Patienten führte, hat sich diese Praxis in den letzten Jahren erheblich verändert. Bei der Frage nach dem angemessenen Umgang mit einem Rückfall wurde bisher wenig differenziert, wie es dazu kam. Wenn sich Rückfälle aber unterscheiden, dann kann eine Behandlungsstrategie, die in einem Fall wirksam ist, in einem anderen Fall möglicherweise nicht greifen. Unser Redakteur Marcus Breuer stellt ab Seite 36 verschiedene Rückfalltypen und -dynamiken vor.
Zahlen und Trends in Europa
Am 23. November 2006 stellte die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) in Brüssel ihren Jahresbericht über den Stand der Drogenproblematik in Europa vor. Angegliedert war ein Sonderband, der drei ausgewählte Themen schwerpunktartig näher beleuchtet: die europäische Drogenpolitik, Drogenkonsum aus einer geschlechtsspezifischen Perspektive sowie Konsum von Rauschmitteln im Freizeitbereich. Zum gleichen Zeitpunkt veröffentlichte die EBDD aktuelle Zahlen und Fakten zum Drogenkonsum in Europa. Über die Schwerpunkte der Europäischen Suchtforschung und über aktuelle Daten zu den verschiedenen Rauschmitteln informiert unser Bericht ab Seite 42.
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