Haben Jugendliche Bedürfnisse nach Gewalt?
Erklärungen für agressives Verhalten und mögliche Behandlungsansätze
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Stefan Werner |
Anhand polizeilicher Kriminalstatistiken
(PKS) zeigt sich, dass Jugendliche (14- bis 18-Jährige) und
Heranwachsende (18- bis 21-Jährige) die höchste Kriminalitätsbelastungsziffer
der Gesamtbevölkerung aufweisen. Diese Verteilung lässt
sich jedoch für alle, auch die zurückliegenden Jahrgänge
gleichermaßen und völlig ausnahmslos feststellen, völlig
einerlei welches Jahr untersucht wird. Eine erhöhte Kriminalitätsbelastung
ist somit jugendtypisch, nicht aber generationsspezifisch. Wie sieht
es aber genauer aus?
Täter sind vor allem männliche Kinder und Jugendliche,
die häufig körperlich überlegen sind. Dabei werden
typische Geschlechterrollenerwartungen sichtbar: Jungen lernen in
ihrem Sozialisationsprozess Dominanz, Affektkontrolle und das Überspielen
von Versagensängsten notfalls über Gewaltausübung.
Wichtig ist auch die Erkenntnis, dass Opfer- und Tätersein einen
Zusammenhang bilden: Diejenigen, die häufig geschlagen werden
sind auch überproportional auf der Täterseite zu finden
(Stickelmann 2006). Dies kann mit erlernten und verinnerlichten Konfliktlösungsmustern
sowie mit der Aufrechterhaltung von Traumata erklärt werden.
Warum sind aber gerade Jugendliche so gewaltauffällig und was
steckt dahinter?
Begrifflichkeiten: Aggressionen - aggressives Verhalten-
Aggressivität - Gewalt
Sollten diese vier Begrifflichkeiten differenziert ausgeführt
werden, dann streiten selbst die Wissenschaftler untereinander. Im
Volksmund werden diese Begriffe jedoch oft synonym benutzt. Es ist
nicht eindeutig zu klären, wann aggressive Verhaltensweisen
oder Gewalt beginnen oder wie sich aggressives Verhalten und Aggressionen
abgrenzen. Hier soll ein verständlicher Versuch dazu unternommen
werden.
Aggressionen
Aggressionen können als elementare Affektzustände angesehen
werden und sind nicht mit Verhalten zu verwechseln. Solche Affektzustände
müssen nicht erlernt werden, sondern sie sind angeboren. Ihre
Veränderbarkeit durch Erfahrung (Lernen/Instruktion) ist sehr
eingegrenzt. Affekte können unbewusst sowie bewusst auftreten,
jedoch zeitversetzt: erst die unbewussten, dann die bewussten. Sie
entstehen als eine Reaktion auf eigene bzw. Umwelteinflüsse.
Diese Affekte, die weitere Emotionen hervorrufen, bewegen uns zu
einem bestimmten Verhalten.
Allerdings resultieren nicht aus jedem aggressiven Gefühl aggressives
Verhalten, sondern auch andere Verhaltensweisen, wie kreatives Verhalten,
Lachen oder Rückzug. Der Umgang mit Aggressionen ist erlernbar.
Aggressionen sind also noch kein Verhalten, sondern sie regen uns
erst zu Verhalten an.
Aggressives Verhalten
Nach Nolting (2002) beinhaltet aggressives Verhalten eine Schädigung
(Verletzung, Schmerzen). Ab wann tritt aber eine Schädigung
ein? Da Wahrnehmung individuell und von Erfahrungen, Bewertungen
und Eichung abhängig ist, besitzt aggressives Verhalten keinen
genau festlegbaren Anfangspunkt. Der Betroffene selbst muss beurteilen,
wann für ihn eine Schädigung einsetzt. Dies käme dem
Hooligan entgegen, der sich gerade mit einem anderen Hooligan freiwillig
prügelt. Für ihn wäre es keine Schädigung (sondern
Spaß und Thrill) und somit auch kein aggressives Verhalten.
Mummendey (1982) erweitert deswegen die Definition aggressiven Verhaltens
um den Aspekt der Normabweichung oder Unangemessenheit. Somit wird
die Betroffenperspektive um die Beurteilungsperspektive erweitert.
Kann aber von einer Schädigung gesprochen werden, wenn jemand
auf einen schießt und der Schuss daneben geht? Der Begriff
der Schädigung muss dementsprechend noch um die Intention (Absicht/Zielsetzung)
erweitert werden. Deswegen muss aggressives Verhalten (auch die Intervention!)
neben der Schädigung auch den Schädigungsversuch oder die
Schädigungsdrohung beinhalten. Was ist aber bei einer Tötung
aus Unzurechnungsfähigkeit? Es ist klar schädigendes Verhalten,
allerdings ohne Absicht. Der Unzurechnungsfähige hat sicher
nicht dieses Ziel. Daher kann der Begriff aggressives Verhalten eine
Erweiterung um den Begriff der Gerichtetheit erfahren (Selg 1997).
Bei aggressiven Verhaltensweisen stehen stark erlernte Handlungsmuster
und Lebenseinstellungen im Vordergrund, die von klein auf vorgelebt
und dem entsprechend eingeübt wurden. Gab es dabei Erfolgserlebnisse,
dann wurden diese immer wieder durchgeführt und somit als Verhaltensmuster
angelegt. Als Modelle agieren dafür die Eltern, Erziehungspersonal
oder auch die Peergruppe. Diese inzwischen als Denkkonstrukte angelegten
(nicht unbedingt realen) Lebenstheorien steuern entscheidend das
eigene Verhalten. Warum sich ein Mensch für ein bestimmtes Verhalten
aufgrund gewisser Reize entscheidet, hängt größtenteils
von dem zu erzielenden Nutzen und ihren Bedürfnissen ab.
Aggressivität
Unter Aggressivität kann die Neigung zu aggressiven Verhaltensweisen
angesehen werden, die sich schon bis zum Persönlichkeitsmerkmal
(Persönlichkeitsstörung) entwickelt hat.
Gewalt
Schaut man sich aggressives Verhalten als Gesamtmenge an, so ist
Gewalt der destruktivste Teil davon. Gewalt ist aggressives Verhalten
- grenzt sich jedoch durch den Fakt ab, dass mit unangemessenem
Zwang (Tillmann 2001) ab einem bestimmten Zeitpunkt der Willen
und das Selbstbestimmungsrecht der angegriffenen Person ohne deren
Zustimmung gebrochen wird (Selg 1997). Somit muss aber aggressives
Verhalten nicht immer Gewalt sein.
Die Jugendphase
Da Gewaltverhalten primär ein Jugendproblem ist, soll hier auf
die typischen Merkmale dieser Umbruchszeit eingegangen werden. Jeder
Mensch möchte teilhaben an den Ressourcen wie Besitz, Macht
und Prestige. Erfolge in diesen Bereichen erhöhen den eigenen
Status und entwickeln damit Identität und Selbstbewusstsein.
Auch Jugendliche möchten gern Sieger sein. Nickel (1975) beschreibt
für diese Altersphase die typischen Phänomene und macht
dadurch deutlich, welche Unsicherheiten im starken Konkurrenzdruck
um Bildung, Arbeit und berufliche Qualifikation vorherrschen:
• Rollenunsicherheit
und Statusungewissheit
• affektive
Labilisierung und Veränderung des Selbstbildes
• Leistungsprobleme
und geschlechtsspezifische Reaktionen
• Probleme
der Selbstorientierung und Konfliktbewältigung
• Selbstzuwendung
und Selbstreflexion mit einer Erweiterung des Erlebens und Verinnerlichung
auch in der Wahrnehmung anderer Menschen
• Ablösung
vom Elternhaus und Selbständigkeitsbestrebungen
• Entscheidungen über
sexuelle Bindungen und deren Verhaltenseingliederung in eine allgemeine Lebensorientierung.
Trotz hoher Jugendarbeitslosigkeit, relativer Armut, des Mangels
an Lebensperspektiven und differenzierten Freizeitverhaltens, Überforderung
von Bezugspersonen, fehlender emotionaler Eingebundenheit in soziale
Bezugsgruppen möchten Jugendliche ihre Kompetenzerfahrungen
sammeln. Einigen Jugendlichen sind diese jedoch vorenthalten. Sie
versuchen u. a. nicht erfahrene Kompetenzerlebnisse, Selbstwertprobleme,
fehlende Freundschaften oder Frust durch unangemessene Handlungen
zu kompensieren. Gewalt oder subkulturelles Ansehen können dies
möglicherweise ausgleichen und kompensatorisch wirken. Trotzdem:
Auch wenn Jugendliche noch das Anrecht haben, sich zu orientieren,
so müssen wir den Rahmen dafür setzen, dass ihre Handlungen
sozial verträglich bleiben.
Der Nutzen von aggressivem Verhalten für Jugendliche- anstatt
der herkömmlichen Ursachenanalyse
Allzu oft versuchen wir die Probleme der Jugendlichen in ihrer
Vergangenheit zu erforschen. Wir kramen in Kindheiten herum und versuchten
geschehene Dinge zu analysieren. Jedoch behindert das allzu oft die
Fähigkeit
der Konfliktlösung. Was würde es für die heutige Problemsituation
nützen, wie oft beispielsweise unsere Klienten von ihren Vätern
geschlagen worden sind? Welche pädagogischen Handlungsansätze
können wir dadurch ableiten? Für die Gewalttäter können
es andererseits willkommene Rechtfertigungsstrategien sein, um die
eigene Verantwortung in die gesellschaftliche oder familiäre
Ebene zu verschieben. Nicht damit zu verwechseln ist die Behandlung
der posttraumatischen Belastungsstörungen, die enorm wichtig
ist, um die massiven körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen
verringern zu können. Das überwiegend im Gefühlsgedächtnis
verankerte Trauma kann durch bestimmte Reize immer wieder ausgelöst
werden und somit ist es wichtig, das Erlebte neu zu verarbeiten und
gleichzeitig die emotionale Erinnerung zu hemmen. Dazu hat gerade
die Universität Göttingen (Dr. Jacobs) ein neueres psychotherapeutisches
Behandlungskonzept vorgestellt. Nach Grawe u. a. (1999) sollte bei
der Behandlung von unangemessenem Verhalten der Schwerpunkt auf aktuelle
Motive, Gefühle und Lernstrukturen gelegt werden. Hierunter
ist zu verstehen, dass dem Klienten die Bedeutungen seines Erlebens
und Verhaltens im Hinblick auf seine bewussten und unbewussten Ziele
und Werte klarer werden. An Beispielen ausgedrückt: Was bringt
es dem Provokateur, wenn er schwächere Menschen beleidigt und
demütigt? Selbstbewusstsein? Beliebtheit? Was bringt es für
ihn, wenn er andere Leute massiv provoziert? Frustabbau? Kompetenzerlebnisse?
Was bringt es für den Täter, wenn er immer wieder in sein
Opfer tritt, obwohl es schon wehrlos am Boden liegt? Überlegenheitsgefühl?
Rache? Vergeltung? Diese Dinge und vor allem die dahinter stehenden
Bedürfnisse müssen jugendliche Gewalttäter für
sich erkennen. Dementsprechend ist es wichtig ihn selbst erkennen
zu lassen, welche realen Bedürfnisse und Einstellungen hinter
seinem Gewaltverhalten stehen, um zu klären, was er mit seinem
aggressiven Verhalten kompensieren möchte. Dann könnte
an dem Ziel der wahren Bedürfnisbefriedigung gearbeitet werden.
Dann bräuchte aggressives Verhalten nicht mehr zur Kompensation
eingesetzt werden. Jedoch ist dies ein langer Prozess, der allzu
schnell aufgeben wird, wenn nach zwei Wochen keine Veränderung
eingesetzt hat. Nach der Konsistenztheorie gibt es vier Grundbedürfnisse
des Menschen (Epstein 1991). Das sind die Bedürfnisse nach Orientierung
und Kontrolle, nach Lustgewinn und Unlustvermeidung, nach Bindung
und nach Selbstwerterhöhung bzw. Selbstwertschutz. Jeder Mensch
strebt seine Ziele nach diesen Grundbedürfnissen an, um sie
zur Befriedigung zu führen oder um sie zu schützen. Er
entwickelt der Bedürfnisbefriedigung dienende Annäherungsziele
und dem Schutz dienende Vermeidungsziele (motivationale Attraktoren)
und setzt Mittel ein, um diese Ziele zu ereichen. Erreicht er sie
nicht (Inkonsistenz), werden alternative Mittel (z. B. aggressives
Verhalten) eingesetzt, um diese zu erreichen.
Der Nutzen von aggressivem Verhalten besteht somit in:
1. Erhöhung des Selbstbewusstseins (Kompetenzerlebnisse; Auf
merksamkeit; Statuserhöhung; Identitätsbildung;
egoistische Be-
dürfnisse durchzusetzen),
2. Lustgewinn und Unlustvermeidung (Unangenehme Gefühle
abzubauen, wie Frust, Angst vor Blamage/Verlust/Niederlage;
vorbeugende oder reagierende Schutzfunktion),
3. Erfahrung von Kontrolle und Orientierung (Machterlebnisse,
Sicherheit erleben),
4. Bindungsbedürfnis (Ausgleich von Einsamkeit; Gruppenzugehö-
rigkeit; Beachtung).
Die dahinter stehenden Gefühlswünsche streben interessanterweise
nach Zuneigung, Wertschätzung, Liebe und Gemeinsamkeit bzw.
nach Ausgeglichenheit, innerem Frieden und Unversehrtheit. Es ist
erkennbar, dass genau entgegengesetzte Bedürfnisse aggressivem
Verhalten gegenüberstehen. Wenn jetzt am aggressiven Verhalten
gearbeitet werden soll, dann müssen Angebote zur wahren Bedürfnisbefriedigung
gemacht werden, dann bräuchten diese Jugendlichen logischerweise
aggressives Verhalten nicht mehr so existenziell. Allerdings müssen
wir ihnen erst die Zusammenhänge übersetzen!
Der Handlungsablauf in Extremsituationen
Wie kommt der Mensch zu einer Verhaltensreaktion? Die nachfolgenden
Ausführungen (orientiert an Kaufmann 1965) sollen Aufschluss über
die inneren Vorgänge und deren prozessuale Abläufe geben.
Wahrnehmung
Zuerst wird die Situation wahrgenommen. Wahrnehmung ist der Prozess
der Sinneserfassung und erstreckt sich vom Empfinden bis zum Bewerten.
Unser Gehirn versucht im Gedächtnisspeicher zu eruieren, ob ähnliche
Erfahrungswerte schon gesammelt wurden oder nicht (Routineverstand).
Ist die Situation eher bedrohlich, dann können die Emotionen
nicht die komplexe Informationsverarbeitungsschleife durch unser
Erinnerungsgehirn durchlaufen und es entstehen erfahrungsarme Kurzschlussinterpretationen.
Somit finden die Bewertungen nicht kognitiv, sondern rein emotional
statt und zwar schon lang bevor wir sie überhaupt rational
zur Kenntnis genommen haben. In meinen Anti-Gewalt-Seminaren spreche
ich dann vom direkten Zugriff des „Urmenschengehirns“ unter
Umgehung unseres Lern- und Denkhirns. Je nachdem, wie wir die Situation
nun einschätzen und wie wir alles verarbeiten, entstehen in
uns Absichten oder Wünsche, sich auf diese Situation in irgendeiner
Form einzulassen oder nicht. Das Großhirn unter Mitwirkung
des emotionalen Systems muss nun einschätzen, ob der intern
für vertretbar empfundene Wunsch jetzt und mit den derzeit
zur Verfügung stehenden Mitteln realisiert werden kann (Kompetenzzutrauen).
Ein selbstbewusster Mensch mit Handlungskompetenz würde sein
Ansehen als weniger gefährdet ansehen. Bei einer stressigen
Situation wird dies wie beschrieben umgangen und es kommt zu einer
kürzeren und oberflächlicheren Bewertung. Je nach Einschätzung
würde jetzt eine Handlung ausgewählt werden.
Handlungsauswahl
Je weniger die Situation Stress in uns hervorruft, desto größer
sind die abzurufenden Handlungsmöglichkeiten, desto eher wird
die Reaktion der Situation angemessen sein (erlernte Konfliktlösungsmuster).
Und je emotionaler die Situation erlebt wird (Urmenschengehirn),
desto mehr wird sich auf eingeschliffene Verhaltensweisen verlassen
werden. Dies sind meist angeborene Konfliktlösungsmuster (Angriff
oder Verteidigung, Flucht sowie Unterordnung). Es wird also eine
Handlung ausgewählt, eine, mit der wir gut vertraut sind.
Hemmpotentiale
Bedingt dadurch, ob Hemmungen gegenüber der ausgewählten
Handlung vorhanden sind oder nicht, wird der Handlungsablauf weiter
fortgesetzt oder es wird sich eine neue Handlung ausgesucht. Die
Hemmpotentiale sind von der moralischen Entwicklung und den vorhandenen
Einstellungen und Werten abhängig. Hemmpotentiale gegenüber
aggressiven Verhaltensweisen werden bspw. durch Alkohol oder durch
starke Gefühle heruntergesetzt. Dementsprechend kann bei starken
Emotionen oder bei viel Alkohol zu aggressiven Verhaltensweisen tendiert
werden, da diese Einflussfaktoren unsere Hemmschwellen stark herabsetzen.
Konsequenzen der Handlung
In Zusammenarbeit versuchen nun das limbische System und das Großhirn
vorwegzunehmen, was passieren könnte, wenn die ausgesuchte Handlung
durchgeführt werden würde. Erfahrungen, Gefühle und
situative Abschätzungen werden nun entscheiden, ob die ausgewählte
Handlung Erfolg versprechend sein würde oder nicht. Beeinflusst
davon, wie wir die ausgewählte Handlung einschätzen (Belohnung,
Nutzen), werden wir uns eine neue Handlung aussuchen oder jetzt endlich
handeln. Motivationspsychologisch wird unser Verhalten durch diese
zu erwartende Konsequenz gesteuert. Das bedeutet wiederum, dass das
Verhalten einen gewissen Nutzen für uns haben soll, ansonsten
würden wir es nicht ausführen. Dieser beschriebene Handlungsprozess
dauert in der Realität einen Bruchteil einer Sekunde. Durch
Reflektion können wir unser inneres System kennen lernen und
verändern und können somit auf unseren innerlich geleiteten
Willen positiven Einfluss nehmen. Somit sind wir auch immer für
unser Wirken verantwortlich. Die Grundstrukturen unserer Persönlichkeit
werden zwar nicht mehr groß verändert, aber wir lernen,
unsere Bedürfnisse und Handlungsantriebe den gesellschaftlichen
Verhältnissen so anzupassen, dass sich eine weitgehende Verwirklichung
unserer Wünsche und Pläne bei minimalen sozialen Konflikten
ergibt. Menschen können aus eigenen Kräften ihre Persönlichkeitsstruktur
nicht ändern, aber sie können aus eigenen Kräften
dafür sorgen, dass ihre Persönlichkeit und ihre Verhaltensweisen
sich möglichst gut mit den sozialen Gegebenheiten vertragen.
Der Umgang mit Aggressionen und aggressivem
Verhalten:
Abbau von Aggressionen
Da Aggressionen zu aggressivem Verhalten führen können,
ist es wichtig zu wissen, wie man mit diesen Emotionen umgeht. Geht
es um abreagieren, verdrängen oder unterdrücken? Wie können
sie verringert werden? Laut Forschungsergebnissen heißt es
ganz klar ausgedrückt: NEIN zum Abreagieren von aggressiven
Gefühlen und Verhaltensweisen! Durch das Abreagieren würden
viel mehr stimulierende sowie lern- und erfolgsorientierte Effekte
auftreten. Man fühlt sich zwar anschließend besser, aber
es wäre nur eine emotionale Erleichterung. Das bessere Gefühl
hat nichts mit Aggressionsabbau zu tun, sondern damit, dass unser
Selbstwertgefühl wieder hergestellt ist. Meist bleiben das Aggressionsbedürfnis,
die Schuldgefühle oder der Ärger über das eigene Verhalten
bestehen. Die gereizten Stimmungen können durch gewisse Aktivitäten,
wie Kraftsport oder Boxen zwar verringert werden, jedoch wirken neutrale
Aktivitäten ebenso.
Es gibt zwei typische Möglichkeiten Aggressionen abzubauen.
Die für uns einfachste und effizienteste ist, dass wir andere
Menschen in ihrem Selbstwert erfolgreich herunterbringen. Jugendliche
beleidigen, lachen aus, lästern, schlagen, grenzen aus oder
verleumden, nur um unangenehme Gefühle auf andere Menschen abzuschieben.
Dies funktioniert mühelos ohne denken zu müssen. Das geschieht „aus
dem Bauch heraus“, schnell und effizient. Lerntheoretisch gesehen
wird dieses Verhalten (negativ) verstärkt und somit belohnt.
Es geht einem dadurch besser. Das Problem dabei: Es geschieht auf
Kosten von anderen Menschen, die dadurch möglicherweise Schaden
nehmen (Depressionen, geringes Selbstwertgefühl, Schulunlust
usw.). Deswegen sollte auf eine mühevollere Art des Emotionsabbaus
gesetzt werden. Erfolg beim Abbau von aggressiven Gefühlen wird
genauso durch die zwischenmenschlich sinnvolle Problemlösung
und die offene Kommunikation über das Erfahrene erzielt. Dies
beinhaltet die empfundenen Gefühle und Bedürfnisse an-
und auszusprechen (z. B. durch Ich-Botschaften und Gespräche).
Dafür müssen aber erst einmal die eigenen Gefühle
wahrgenommen und die eigene Impulskontrolle (z. B. tief durchatmen
und nicht gleich auszurasten) beherrscht werden. Dazu muss man sich
allerdings kontrollieren lernen, um die effizientere gegen die mühsamere
Art austauschen zu können.
Veränderung von aggressiven Verhaltensweisen
Aggressives Verhalten ist die stabilste Form von auffälligem
Sozialverhalten. Es hat gerade für Jugendliche eine hohe Bedeutung.
Manchmal glauben wir jedoch in unserer pädagogischen Omnipotenz,
diese Verhaltensweisen durch ein Gespräch verändern zu
können und sind dann erbost, dass der Jugendliche uns nicht
ernst nimmt und nicht auf uns hört. Allzu leicht wird vergessen,
dass wir uns erst in einen pädagogischen Prozess hineinbegeben
müssen, um diese tief verankerten Verhaltensweisen verändern
zu können. Bedenken wir immer, dass wir Kinder oder Jugendliche
vor uns haben, die größtenteils zwischen 100.000 bis 150.000
Stunden Sozialisation hinter sich haben. Ihre Verhaltensweisen und
Konfliktlösungsmuster sind eingeschliffen und fest verankert.
Jetzt kommen wir mit einem gut gemeinten Gespräch und erhoffen
uns, dass dadurch alles anders wird. Das ist pädagogisch unprofessionell!
Helfen können da didaktisch gut ausgearbeitete Gewaltpräventionsprogramme
(primäre, sekundäre oder tertiäre), die genau an den
Knackpunkten von aggressivem Verhalten ansetzen. Das bedeutet, dass
an den Punkten des oben beschriebenen Handlungsprozesses angesetzt
wird (Bereiche der Wahrnehmung, Gefühlsarbeit, Selbstbewusstseinserhöhung,
Handlungskompetenzerweiterung, Erhöhung der Hemmpotentiale und
Empathie).
Die konfrontative Methodik in der Pädagogik
Nach Rogers (1972) Theorie der Selbstheilung schaffen wir nur die
Bedingungen zur Veränderung. Die Veränderung erschafft
sich der Klient selbst. Somit trägt jeder das Potential zur
Selbstverwirklichung in sich. Wir versuchen zu helfen dieses Potential
freizusetzen. Die Verhaltens-aneignung und das Anlegen von Denkmustern
sind jedoch lebenslange Prozesse und die elementarsten davon werden
in den jüngeren Jahren in der Persönlichkeit starr eingebettet.
So ist es verständlich, dass die erlernten Denkkonstrukte
für jeden als normal angesehen werden und Sicherheit geben.
Anhand der erlernten Lebenstheorien versucht der Mensch die Welt
nach seinen Maßstäben zu lenken. Je unangemessener seine
Lebenstheorien sind, desto mehr Schwierigkeiten bekommt er immer
wieder mit seiner Umwelt und benötigt viel Energie, seine
Lebenswelttheorien aufrecht zu halten. Deviante Verhaltensweisen
können oft dazu beitragen, diese umzusetzen. Aufgabe der Pädagogik
ist es jedoch, diese jungen Menschen auf den angemessenen Weg zu
bringen. Eingeschliffene und starre Denkmuster müssen diesbezüglich
bewusst gemacht und verändert werden, positive gestärkt.
Mit empathischen Gesprächen wird gerade bei aggressiven Jugendlichen
die Bereitschaft zur Verhaltensveränderung nicht unbedingt
hervorgerufen. Da, wo diese Bereitschaft zur Mitarbeit nicht vorhanden
ist und zusätzlich Leid bei anderen Menschen erzeugt wird,
da sollten eher konfrontative Methoden angewandt werden. Diese
beschleunigen oft Prozesse zur Findung des realen Selbst (Wahrheit)
und helfen in der Orientierung. Sie geben ein Mehr an Klarheit
und Verbindlichkeit von Grenzen und Normen. Treten Mehrfachauffälligkeiten
auf, auch wenn sie von geringerer Intensität sind, sollte
interveniert werden. Möchten Sie Ihre Intervention erfolgreich
durchführen und dabei beachtet werden, dann sollten Sie klar
und unmissverständlich auftreten. Jedoch sollten Sie vorher
für sich einschätzen, ob diese Methode angemessen ist,
ob Sie ihr gewachsen sind und ob Sie Ihnen überhaupt liegt.
Zudem ist die konfrontative Methodik ja auch in verschiedenen Abstufungen
durchführbar. Sie muss nicht hart und laut sein, so wie es
in einigen Köpfen vorherrschend parat ist. Die „klare
Linie mit Herz“ (Weidner, 2001) sollte die Grenzsetzungsbereitschaft,
die Bereitschaft Konflikte einzugehen, die Struktursetzung und
die konsequente Intervention beinhalten. Diese Methodik sollte
nicht nur als ultima Ratio verwendet werden, sondern sollte frühzeitig
schon bei kleinen Dingen einsetzen, damit Großes später
nicht passieren kann.
Das Anti-Aggressivitäts-Training® (AAT®)
Ca. 10 Prozent der Straftäter sind für die Hälfte
der Straftaten verantwortlich. Die Wiederholungstäter (Gewalt)
bewegen sich in einem Gewaltrausch, der für sie mit Kompetenzen
und genauso mit Ängsten besetzt ist. Zur Verhaltensveränderung
helfen hier weder empathische Gespräche noch Abschreckung oder
Bestrafung. Andere Konzepte müssen ran! Eines davon ist das
AAT®. Ausgehend von einem optimistischen Menschenbild wird im
AAT® die Persönlichkeit gewaltbereiter junger Menschen geachtet
und wertgeschätzt, bei gleichzeitiger Verurteilung ihrer gewalttätigen
Handlungen. In diesem deliktspezifischen sozialen Trainingskurs wird
versucht, im Auftrag der Opfer tertiärpräventiv am Täter
zu arbeiten, d. h. bereits internalisierte gewalttätige Verhaltensweisen
zu ändern. Ziel ist es, weitere Gewalttaten der Klienten zu
vermeiden und (re-)sozialisierenden Einfluss auf sie zu nehmen. Im
Mainzer AAT® nehmen bspw. sieben Teilnehmer an einem Kurs über
einen Zeitraum von drei bis vier Monaten teil (90 Stunden Erziehung
und Bildung). Im Mittelpunkt steht dabei die pädagogisch gezielte,
provokative und konfrontative Auseinandersetzung der gewalttätig
Agierenden mit ihren Taten und mit dem Leid ihrer Opfer. Denn wenn
es geschafft wird, die Gewaltverherrlichung der Täter zu erschüttern,
ihre Schuldgefühle zu wecken und Mitleid für ihre Opfer
zu erzeugen, dann verlieren sie den Spaß an der Gewalt und
entwickeln Hemmungen bezüglich der Gewaltausübung. Diese
dynamische Streitkultur wird interessanterweise von den Gewaltbereiten
größtenteils als Herausforderung angesehen und die Täter
sind bereit, sich in Frage stellen zu lassen, denn „so intensiv
hat bisher kaum jemand mit ihnen geredet“.
Die Inhalte des
Mainzer Anti-Aggressivitäts-Trainings(r) sind:
• Gewaltrechtfertigungen/Neutralisierungstechniken aufdecken, Tatkonfrontation,
Gefühle zulassen, erlebte Kränkungen und erfahrene Demütigungen
sowie Trauer zulassen, Selbst- und Fremdwahrnehmung (biographische und tatbezogene
1:1-Interviews, der „Heiße Stuhl“)
• Opferperspektive/Empathie entwickeln (eigenes Opfererlebnis im Vollkontaktanzug,
Opferfilm, Tataufarbeitung aus Opfersicht, Rollstuhlfahren, Besuch der Rechtsmedizin)
• Konfliktlösungsstrategien entwickeln (Erkennen der eigenen Aggressivitätsauslöser
und Provokationstests, Kommunikationstechniken, Reden lernen, Gefühle
ausdrücken, Körpersprache, Rollenreflexion, Rollenspiele unter Realitätsbezug)
• Kompetenztraining (Rhetoriktraining, Flirttraining, Gesangstraining
(Volkslieder), Anti-Blamier-Training, Klettern, Abschlussabend vor Publikum
mit Singen, Rede usw.)
Für das AAT® sind fachliche Standards erarbeitet worden.
Diese Qualitätsstandards haben sich in langjähriger Arbeit
bewährt und durchgesetzt. Diese Qualitätsstandards werden
beim Mainzer AAT® berücksichtigt. Bisherige Forschungsergebnisse
belegen, dass die Behandlung von veränderungsbereiten Gewalttätern
zu einer signifikanten bis höchst signifikanten Verringerung
der Erregbarkeit und Erhöhung der Aggressionshemmung führt
im Vergleich zu nicht behandelten gewalttätigen Wiederholungstätern
(Weidner /Kilb /Kreft (Hrsg.), 1997).
Die konfrontative Gesprächsform
Die konfrontative Gesprächsform ergänzt andere Gesprächsansätze,
wird jedoch nur eingesetzt, wenn diese nicht wirken. Wenn Sie bspw.
das Gefühl haben, dass ihr Klient nach wiederholten Gesprächen
weiterhin keine Einsicht in eine Verhaltensveränderung zeigt
und andere Menschen dadurch Leid erfahren, dann können Sie auf
diese Gesprächsform zurückgreifen. Ist die Einsicht da,
dann braucht nicht mehr konfrontiert werden. Zum Verständnis:
Konfrontativ bedeutet nicht unbedingt laut und hart, sondern hierbei
geht es darum, dem Gesprächsteilnehmer mit seiner Wahrheit gegenüber
zu treten (Idealselbst ungleich Realselbst). Durch diese nicht lockerlassende,
interessierte und emotionale Gesprächsart gelingt es dem Klienten
nicht, sich aus dem Gespräch herauszuwinden oder etwas schön
zu reden. Er muss sich mit dem Gesprächsführer auseinandersetzen,
ob er will oder nicht. Somit kommt es auf die Art des Gesprächsleiters
an, ob er es schafft, den Klienten in seinen Bann zu ziehen. Das
konfrontative Gespräch sollte bei aggressivem Verhalten inhaltlich
folgendermaßen aufgebaut sein:
1. Sachverhalt abklären: Hierbei geht es darum, die immer wieder
auftretenden Verhaltensweisen anzusprechen und den Wahrheitsgehalt
abzuklären.
2. Umgang mit Rechtfertigungen und Ausreden: Da der Jugendliche
versuchen wird, seine Verantwortung abzuwälzen, ist es wichtig,
seine Rechtfertigungen nicht zu akzeptieren, sondern auf seinen Anteil
der nicht normgerechten Verhaltensweisen hinzuweisen. Beispiel: „Die
anderen waren es auch!“ - „Das ist egal! Ich rede jetzt
mit dir, mit den anderen rede ich später.“ oder „Das
war doch nur Spaß! Der hat doch selber gelacht dabei.“ - „Glaubst
du ehrlich, dass der andere es als Spaß empfindet, wenn er
so behandelt wird?“
3. Opferperspektive klären: Die Opferperspektive soll einerseits
eine persönliche Betroffenheit erzeugen und andererseits die
Schadenfolge abklären. „Wenn ich dich so beleidigen oder
dies mit dir machen würde, was würdest du von mir halten?
Ehrlich!“ Meist kommt dabei als Antwort „Ehrlich? Ja,
eben Arschloch.“ „Möchtest du, dass andere auch
so über dich denken?“ Dabei merkt man die Betroffenheit
und die Unkenntnis, was andere Menschen von ihnen und von ihrem Verhalten
denken. Denn eigentlich wollen sie nur im Mittelpunkt stehen und
merken nicht, dass andere dies meist als unangenehm empfinden. Andererseits
geht es auch darum, die Opferfolgen dem Gesprächsteilnehmer
aufzuzeigen. „Möchtest du die Verantwortung tragen, dass
wegen dir jemand keine Lust mehr auf Schule hat oder vielleicht Depressionen
bekommt? Möchtest du das?“
4. Nutzen des Verhaltens klären: Bei dieser Klärungsperspektive
geht es darum, mit dem Gesprächsteilnehmer gemeinsam den Nutzen
seines Verhaltens zu erläutern. „Was möchtest du
erreichen, wenn du ihn öfters auslachst? Im Mittelpunkt stehen?“ Die
Bedürfnisse des Jugendlichen, im Mittelpunkt zu stehen, entsprechen
aber dem Wunsch nach Zuwendung, so dass er merken soll, dass seine
Verhaltensweise nicht seinem Bedürfnis entsprechend angepasst
ist. Wenn er merkt, er möchte eigentlich etwas anderes, so ist
es auf diese Weise eher möglich, sein Ziel zu erreichen. Dabei
müssen wir als Pädagogen ihm Möglichkeiten aufzeigen,
wie er seine Bedürfnisse real befriedigen kann und ihm dabei
Hilfemöglichkeiten anbieten.
5. Andere Verhaltensweisen für seine Bedürfnisse herausfinden:
Hier geht es darum, gemeinsam nach angemessenen Verhaltensweisen
zu schauen, die den wahren Bedürfnissen der Klienten entsprechen.
6. Ressourcenaktivierung: In diesem Gesprächsteil geht es darum,
dem Jugendlichen aufzuzeigen, was er für Stärken hat, um
seine realen Bedürfnisse zu befriedigen. „Wie könntest
du dir deine Zuwendung erarbeiten, die du eigentlich bekommen möchtest?
Anderen Menschen helfen? Dann bekommst du die Aufmerksamkeit und
Zuwendung, die du wirklich möchtest. Dann haben die Leute Respekt
vor dir und nicht Angst. Dann bist du richtig stolz auf dich. Du
hast es selber in der Hand, die Fähigkeiten hast du dazu.“
7. Wiedergutmachung: Hier geht es um eine öffentliche Wiedergutmachungsleistung,
damit die Gruppe sieht, dass er bestrebt ist, sein Verhalten in Zukunft
zu verändern. „Wenn du wirklich etwas verändern möchtest,
dann zeige, dass du durch eine Entschuldigung oder durch eine Wiedergutmachungsleistung
wirklich daran interessiert bist, dich zu verändern.“
Durch häufigere konfrontative Gespräche verwickeln wir
unsere Gesprächspartner immer mehr in die Widersprüche
ihrer eigenen Wahrheit. Sie erkennen, dass sie unangemessene Verhaltensweisen
ausüben und bekommen gerade durch die ressourcenaktivierende
und wertschätzende Gesprächsbeendung die Möglichkeit,
neue Verhaltensalternativen einzulernen, weil sie gezeigt bekommen,
dass sie es anders auch können. Diese Gesprächsform zeigt
in der Praxis erhöhte Wirksamkeit und bietet sich zur Nutzung
bei fest angelegten delinquenten Verhaltensweisen an.
Stefan Werner
Literatur beim Verfasser.
Angaben zum Autor:
Stefan Werner, Jahrgang 1967, Sozialpädagoge (FH), Zusatzausbildung
AAT® arbeitet für die Sozialpädagogische Jugendwohngemeinschaft
Mainz mit Gewalttätern und freiberuflich als Referent (Universität
Landau, FH Erfurt, Studienseminare, ISS, WBZ Ingelheim, Schulen,
sozialen Einrichtungen und Polizei) in den Bereichen: „Konfliktmanagement/Deeskalationstraining“, „Gewaltprävention“, „Umgang
mit rechtsorientierten Jugendlichen“, „Konfrontative
Methoden“ und „AAT®“.
Kontakt:
Stefan Werner
Bienengarten 18 • 55411 Bingen
E-Mail: sw.aat-ct@gmx.de
www.gewaltlos.info
Weitere Informationen in der Broschüre der
Gewerkschaft der Polizei: Aufgaben und Chancen im Umgang mit aggressivem
Verhalten - Konfrontative Projekte: Lösungen zur prozessualen
Gewaltreduzierung.
Sie kann aus dem Internet herunter geladen werden
unter: http://newsletter.haw-hamburg.de/modules.php?
op=modload&name=News&file=article&sid=554&mode=thread&order=0&thold=0
Die Lektüre ist lohnenswert und sei
den Lesern von KONTUREN sehr empfohlen. |