Was wirkt in der Suchttherapie?
Multidimensionale Familientherapie für cannabisabhängige
Jugendliche.
Pilotstudie erprobt Einführung der erfolgreichen US-Therapie
in fünf europäischen Ländern.
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Andreas Gantner |
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Die Multidimensionale Familientherapie
(MDFT) wurde seit 1985 von einer Arbeitsgruppe um H. Liddle im „Center for Treatment Research
on Adolescent Drug Abuse“ (CTRADA) der University of Miami
Medical School entwickelt und wird dort weiterhin in Forschungsprojekten
getestet. Die Therapieform wurde bisher nur in den USA angewendet,
deutschsprachige Veröffentlichungen zu MDFT gibt es bisher nicht.
MDFT wird vor allem bei jugendlichen Drogenmissbrauchern (vor allem
Cannabiskonsumenten) eingesetzt und hat sich in den USA verglichen
mit anderen Therapien sehr gut bewährt. Angesichts des europaweit
steigenden Behandlungsbedarfs für Cannabisklienten und des dortigen
Mangels an evidenzbasierten Behandlungsprogrammen einigten sich die
Gesundheitsministerien in Belgien, Frankreich, den Niederlande, der
Schweiz und Deutschland im Jahr 2003 darauf, die Bedingungen für
eine Einführung dieser Behandlungsmethode in Europa zu prüfen.
Zu diesem Zweck initiierten die Ministerien die INCANT Pilotstudie
(International Cannabis Need of Treatment) auf der Basis des „Cannabis
Action Research Plan“. Ziel dieser Pilotstudie war zunächst
die Überprüfung der Machbarkeit einer sich anschließenden
internationalen multizentrischen randomisierten klinischen Studie,
mit der MDFT als evidenzbasierte Methode in den fünf genannten
europäischen Ländern eingeführt und überprüft
werden soll. Aufgrund der guten Ergebnisse der Pilotstudie wurde
die Einführung von MDFT in Europa beschlossen.
1. Die Behandlungsmethode
Die Behandlungsdauer der MDFT variiert zwischen
drei bis maximal sechs Monaten, in denen zwei bis drei Sitzungen
in der Woche angeboten werden. Therapiesitzungen werden in verschiedenen
Settings durchgeführt
und umfassen telefonische Kontakte, Sitzungen in den Therapieeinrichtungen
und zuhause in den Familien sowie in kommunalen Institutionen (Schule,
Jugendgericht, Freizeitbereich). Der Behandlungsansatz kann den
Behandlungsanforderungen unterschiedlicher Klientengruppen angepasst
und modifiziert werden.
Theoretische Grundlagen der Behandlung
MDFT ist ein integrativer systemischer Familientherapieansatz,
der sich in seinen Grundlagen an empirischen Erkenntnissen über
Schutz- und Risikofaktoren bei jugendlichem Substanzmissbrauch
orientiert und auf dieser Grundlage verschiedene Interventionsebenen
im Behandlungsmodell integriert. Zentral ist die Annahme, dass
drogenbezogene Störungen Jugendlicher nur im Kontext multidimensionaler
Problementwicklungen zu verstehen sind. Vor diesem Hintergrund
erfordert die Therapie einen multidimensionalen Interventionsansatz,
der in verschiedenen Entwicklungsbereichen und Kontexten Veränderungen
anstrebt. Der MDFT Ansatz basiert auf Kenntnissen
• der Forschung zu Risiko- und Schutzfaktoren von Substanzstörungen,
• einer sozial-ökologischen Perspektive,
• der Entwicklungspsychologie und Entwicklungspsychopathologie.
Durch die Einbeziehung von Erkenntnissen über Risiko- und Schutzfaktoren
des Drogenmissbrauchs stellt MDFT eine störungsspezifische Methode
dar, was sie von anderen Therapieansätzen unterscheidet, in
denen dies keine Berücksichtigung findet. In der sozial-ökologischen
Perspektive (Bronfenbrenner, 1979) wird in der MDFT die Stellung
des Jugendlichen im Verhältnis zu Familie, den Altersgenossen,
der Schule und sonstigen sozialen Kontexten berücksichtigt und
als Ansatzpunkt für Interventionen genutzt. Für den Umgang
mit Jugendlichen und Eltern in der Adolezenzphase sind entwicklungspsychologische
Erkenntnisse, die den Stand des Jugendlichen im Hinblick auf die
Bewältigung von Entwicklungsaufgaben sehen von großer
Relevanz. MDFT bezieht sich in den Interventionen deshalb explizit
auf das Konzept der Entwicklungsaufgaben. Speziell bei cannabisabhängigen
Jugendlichen sind außerdem komorbide psychische Störungen
(Verhaltensstörungen, Depressionen, Ängste, drogeninduzierte
Psychosen) häufig vorzufinden (Bonnet, 2005, Thomasius, 2005).
Die Diagnostik und das Verständnis von psychopathologischen
Entwicklungsverläufen sind daher von besonderer Bedeutung und
in der MDFT und Grundlage von Interventionen.
Therapeutische Grundlagen
MDFT-Interventionen orientieren sich sowohl
an intrapersonalen (Emotionen, Kognitionen) als auch an interpersonalen
Aspekten (Transaktionale Muster der Familie, soziales Umfeld). Das
Pendeln und Variieren zwischen verschiedenen Systemaspekten ist grundlegendes
Kennzeichen therapeutischer Interventionen. Der Entstehungshintergrund
für
die MDFT ist zum einen die strukturell-strategische Familientherapie
nach Minuchin (1976) und Haley (1976). Beide betonen die Funktionen
von Eltern sowie familiären Strukturen, Mustern und Hierarchien,
sowie die aktive Rolle und direktive Haltung des Therapeuten. In
der weiteren Entwicklung kamen Einflüsse aus der Lösungsorientierten
Kurzzeittherapie von de Shazer und Kim Berg (1988) hinzu, die sehr
zielgerichtet und ergebinisorientiert arbeiten. Die MDFT ist außerdem
von psychotherapeutischen Methoden und Grundhaltungen der Klientenzentrierten
Gesprächstherapie (Rogers) und der Kognitiven Therapie (Beck)
beeinflusst. Das Fördern der Selbstexploration von Kognitionen
und Emotionen auf der Grundlage einer empathisch-wertschätzenden
Grundhaltung gegenüber den Jugendlichen und den Eltern zeigt
sich besonders im Aufbau individueller therapeutischer Beziehungen
mit den Subsystemen. Sowohl mit den Jugendlichen als auch mit den
Eltern finden intensive einzeltherapeutische Sitzungen statt, die
als Vor- und Nachbereitung von therapeutischen Sitzungen mit der
Familie dienen.
Ablauf und methodische Umsetzung von MDFT
Systematische Planung von Sitzungen bei gleichzeitiger
Flexibilität
im Therapieprozess sind Kernelemente der MDFT Strategie. Grundlage
für die Festlegung von Interventionszielen und therapeutischen
Strategien ist eine Fallkonzeption, die nach den ersten Sitzungen
(in Familien- und Einzelsitzungen) erstellt wird. Mit Hilfe des so
genannten MDFT Assessment Protokolls werden die unterschiedlichen
Funktionsebenen des Falles diagnostiziert (und im weiteren Verlauf
ergänzt). Diagnostische Fragestellungen werden von Beginn an
mit therapeutischen Interventionen verbunden. Auf der Grundlage der
Fallkonzeption und der Orientierung an den Behandlungsphasen werden
die Therapiesitzungen systematisch wöchentlich geplant und ausgewertet
(session planning/outcome) Sitzungsfrequenz und Setting werden dem
individuellen Bedarf des Klientensystems angepasst. Die Therapie
gliedert sich in drei Phasen, die sich zum Teil überschneiden
und in Abhängigkeit vom therapeutischen Fortschritt aufeinander
folgen.
1. Phase: Aufbau von therapeutischen Bündnissen und Motivation
Hier geht es darum, sowohl zu dem Jugendlichen
als auch zu seinen Eltern eine tragfähige therapeutische Beziehung aufzubauen,
die die Auseinandersetzung und Konfrontation mit den eigentlichen
Konflikten und Themen ermöglicht. Jeder soll ausführlich
mit seinen Belangen gehört werden, aktuelles und vergangenes
Leid von Jugendlichen und Eltern soll unter Fokussierung der affektiven
Komponenten thematisiert werden. Einzelheiten des jugendlichen
und familiären Alltags sollen erforscht werden und der Jugendliche
soll die Idee gewinnen, dass diese Therapie für ihn etwas
bringen kann. An die Eltern wird die Botschaft gerichtet: „You
are the medicine for your child!“
2. Phase: Bearbeiten der Themen
In dieser Phase sollen die identifizierten Konflikte
und Probleme besprochen und verändert bzw. gelöst werden. Dazu gehört
es, die Eltern dabei zu unterstützen, ihre Elternrolle wahrzunehmen
sowie die Selbstexplorationsfähigkeit sowohl der Jugendlichen
als auch der Eltern als Paar zu fördern. Im Zentrum dieser
Phase steht die Veränderung bzw. Verbesserung der familiären
Beziehung bzw. Kommunikation mittels familientherapeutischer Techniken.
Außerdem wird im Sinne des „Case Managements“ in
außerfamiliären Bereichen, die mit dem Problemkontext
im Zusammenhang stehen, interveniert.
3. Phase: Veränderungen festigen und Abschluss
In der dritten Phase sollen die erzielten Entwicklungen
und Veränderungen
gewürdigt und hervorgehoben werden. Zukünftige Probleme
und Schwierigkeiten werden antizipiert und mit gelernten Bewältigungsstrategien
(Rückfallprophylaxe) verglichen. Bei Bedarf werden Eltern oder
Jugendliche in andere Therapieformen weitervermittelt.
Entwicklungsbereiche und Interventionsebenen
Praktisch versucht MDFT vier zentrale Entwicklungsbereiche
gleichermaßen
(multidimensional!) zu bearbeiten und in ihnen je nach Therapiephase
gezielt und gleichzeitig zu intervenieren. Die vier Interventionsebenen
der Therapie sind der Jugendliche, die Eltern, die Familie und das
soziale Umfeld. Im Folgenden werden die Interventionsziele in den
vier Bereichen dargestellt.
Interventionen mit den Jugendlichen
Durch die diagnostische Exploration erhält der Therapeut Kenntnisse über
die Umgangsweisen des Jugendlichen mit Drogen und seine Einstellungen
dazu. Ausführlich werden Funktionen und Motivationen des Substanzkonsums
besprochen. Außerdem werden alle relevanten Entwicklungsaspekte/aufgaben
des Jugendlichen hinsichtlich vorhandener Risiko- und Schutzfaktoren
analysiert. Dabei soll der Jugendliche für seine sozialen Probleme
und Gesundheitsrisiken sensibilisiert werden. Im Weiteren werden
folgende Themen/Ziele mit dem Jugendlichen erarbeitet:
• Drogenmissbrauch wird als unvereinbar mit den persönlichen Zielsetzungen
des Jugendlichen bewertet. Die angestrebten Veränderungen hinsichtlich
eines neuen Lebensstils sollen positiv bestärkt und anerkannt werden und
die Diskrepanz zwischen persönlich gewünschten Zielen und aktuellem
drogenbezogenen Lebensstil herausgearbeitet werden.
• Förderung der Bewältigung von anstehenden Entwicklungsaufgaben.
• Bearbeitung familiärer Probleme und Konflikte (Verbalisierung von
Gefühlen)
• Verbesserung der Beziehung zu peers und Freunden.
• Verbesserung schulischer Leistungen/beruflicher Integration.
• Unterstützung bei vorhandenen sozialen/gerichtlichen Problemen.
Therapeutische Einzelsitzungen mit dem Jugendlichen basieren auf
einer empathisch-wertschätzenden, klientenzentrierten Grundhaltung.
Gefördert wird die kognitive und emotionale Selbstexploration
des Jugendlichen. Dem Klienten werden konkrete Problemlösungsstrategien
im Umgang mit Craving, mit Problemen in der Familie, peers und dem
sozialen Umfeld angeboten. Interventionen sind den Fähigkeiten
bzw. dem komorbiden Störungsbild des Jugendlichen anzupassen.
Interventionen mit den Eltern
Interventionen mit den Eltern setzen auf zwei
Ebenen an:
• Zunächst fokussiert MDFT die Funktionsebene der Eltern in ihrer
Rolle als erwachsene Einzelpersonen, unabhängig von ihren Aufgaben als
Eltern und Erzieher. Es gilt herauszuarbeiten, inwiefern spezielle Probleme,
z. B. psychische Störungen der Eltern, Alkoholmissbrauch oder Eheprobleme
die Erziehungspraxis negativ beeinflussen. Stellt sich heraus, dass diese Probleme
sich dauerhaft negativ auf den Erziehungsstil auswirken und durch die MDFT
Intervention keine Distanzierung möglich ist, sollte hier an weiterführende
Hilfen vermittelt werden.
• Im Weiteren wird der Erziehungsstil der Eltern analysiert und therapeutisch
beeinflusst. Hier geht es um Themen wie z. B. Nähe/Distanz bzw. emotionaler
Verbindung zum Kind, das Verhältnis von elterlicher Kontrolle und Autonomiebestrebungen
des Kindes, der gemeinsamen elterlichen Grundhaltung/Konsistenz im Erziehungsverhalten,
sowie besondere familiäre Themen bzw. Belastungen (z. B. Tod, Erkrankung,
Scheidung, Gewalt etc.)
In den Einzelsitzungen mit den Eltern/Elternteilen werden diese
in ihren Erziehungsfähigkeiten gefördert und psychoedukativ
unterstützt. Hierzu gehört u. a. die Etablierung einer
phasengerechten adäquaten Kommunikation mit dem Jugendlichen,
das Setzen von Grenzen und das Verfolgen und konsequente Umsetzen
von gemeinsamen Absprachen.
Interventionen mit der Familie
Die Qualität der familiären Beziehung wird als primärer
Kontext und stärkste Kraft für die Entwicklung des Jugendlichen
gesehen.
Positive Beziehungen in der Familie gelten als wichtiger Schutzfaktor
in Bezug auf Problemverhalten bzw. Drogenmissbrauch. MDFT fördert
deshalb neue Formen der familiären Kommunikation, indem die
emotionalen Beziehungen und die Organisationsstruktur der Familie
verändert werden. In Familiensitzungen arbeitet MDFT mit „Realinszenierungen“ (enactment),
damit wichtige Themen der Familie in neuer Form ausgetragen und konstruktiv
emotional bearbeitet werden können. Diese häufig sehr belastenden
Themen werden in der Regel zunächst in Einzelsitzungen mit den
Jugendlichen und Eltern aufgegriffen und für die Familiensitzung
vorbereitet. Diese grundlegende Methodik, Themen aus der Einzelarbeit
für die Familiensitzung zu nutzen („working part to whole“)
geht einher mit dem Gegenstück, nämlich Themen aus der
Familiensitzung für die darauf folgende Einzelsitzung zu nutzen
und mit Jugendlichen und Eltern weiter durchzuarbeiten („working
whole to part“).
Interventionen im sozialen Umfeld
Hier ist das Ziel, Eltern und Jugendliche im
Umgang mit dem relevanten sozialen System zu unterstützen, insoweit Probleme und Defizite
in diesem Bereich vorhanden sind. Zum sozialen System zählen
vor allem Ämter und Behörden (bei delinquenten Jugendlichen
vor allem Jugendgerichtshilfe), Schule/Ausbildungsbetrieb, medizinische
Dienste sowie peers bzw. Freundeskreis. Der Therapeut stellt bei
Bedarf Kontakte zu den Institutionen her, vereinbart Treffen und
begleitet Eltern bzw. Jugendliche zu diesen Sitzungen, um möglichst
positive Ergebnisse für die Familie zu erzielen. Ziel ist
es, möglichst gute Kooperationsbeziehungen zu den Professionellen
in den relevanten sozialen Systemen herzustellen, um somit insgesamt
die sozialen Ressourcen für das Klientensystem zu optimieren.
Die Prämisse für diesen Interventionsbereich ist, dass
Veränderungen auf der individuellen und familiären Ebene
oft nicht ausreichen, wenn das soziale Umfeld (als Risiko- bzw.
Schutzfaktor) nicht miteinbezogen wird. Diese Orientierung, im
Sinne eines „case managements“ hat seine Entsprechung
in den Konzepten der „Sozialraumorientierung“ und des „empowerment“.
Vorteile der Multidimensionalen Familientherapie
MDFT ist gestützt durch evidenzbasierte klinische Forschung.
Das Behandlungsmodell versteht den Missbrauch von Cannabis oder anderen
Drogen als Teil eines schädlichen Lebensstils. Suchtentwicklung
ist somit Teil eines komplexen Problemverhaltens. Hierzu zählen
komorbide Störungen, familiäre Disharmonie, fehlende soziale
Bindungen, Schulprobleme, Strafverfolgung, gerichtliche Sanktionen
usw. Dementsprechend zielt MDFT auf möglichst viele dieser relevanten
Lebens- bzw. Problembereiche. Ein rein drogenbezogener Fokus wird
als unzureichend erachtet. Aufgrund dieser vorhandenen klinischen
Komplexität bietet MDFT ein breites Spektrum von therapeutischen
Interventionen. Viele dieser Techniken sind bekannt und nicht MDFT-spezifisch.
Aber die spezifische Kombination, die Abfolge und der Fokus der Interventionen
unterscheidet MDFT von anderen familienorientierten Ansätzen
für jugendliche Drogenmissbraucher. In der aktuellen deutschen
bzw. europäischen ambulanten Behandlungspraxis werden gewöhnlich
Sitzungen mit Jugendlichen, manchmal unter Einbeziehung der Familie
in Beratungsstellen durchgeführt. Sie sind begrenzt auf diese
Settings und im Behandlungsfokus oft recht eingeschränkt. Im
Unterschied dazu ist MDFT aufsuchend und niedrigschwellig, indem
der Therapeut bei Bedarf auch zuhause in der Familie oder in kommunalen
Settings Sitzungen durchführt, mit Lehren, Ärzten, Bewährungshelfern
und peers spricht, Material von einer Quelle für die andere
nutzt und jede dieser Sitzungen klar plant und strukturiert. Die
Behandlungsdauer von MDFT ist nicht sehr lang, die Behandlung selbst
dafür sehr intensiv und fokussiert. Durch die Intensität
und Strukturierung kann MDFT auch eine Alternative für eine
stationäre Behandlung von jugendlichen Suchtklienten sein.
2. Ergebnisse US-amerikanischer Evaluationen
MDFT zeigte sich in vier abgeschlossenen randomisierten
klinischen Studien (RCT‘s) alternativen Behandlungsmodellen (Kognitive
Verhaltenstherapie, Gruppentherapie, Familiengruppen, Stationäre
Aufenthalte) gegenüber in verschiedenen Ergebnissen und Behandlungseffekten überlegen
(Liddle 2002, Rigter 2005). Zielgruppen der Studien waren Drogen
missbrauchende (primär cannabisabhängige) Jugendliche
mit komorbiden Störungen im Alter zwischen 13 und 18 Jahren.
Effizienz der MDFT-Behandlung
Im Bereich des Drogenmissbrauchs gab es in der
MDFT eine Verringerung drogenkonsumierender Tage zwischen Aufnahme
und Beendigung zwischen 41 Prozent und 66 Prozent. Das Behandlungsergebnis
war auch nach einem Jahr stabil bzw. verbesserte sich. So waren in
einer der Studien 56 Prozent der MDFT Klienten nach einem Jahr noch
abstinent, gegenüber 36 Prozent der Kontrollgruppe. In Bezug auf externalisierte
und internalisierte Störungen bzw. Vehaltensprobleme der Jugendlichen
(z. B. Schulleistungsprobleme) gab es gegenüber den Kontrollgruppen
deutlich höhere Effekte in der Verringerung der Symptomatik.
Auch auf der Ebene der familiären Konflikte und Kommunikation
hatte MDFT gegenüber Kontrollgruppen bessere Ergebnisse aufzuweisen.
Die Behandlungsakzeptanz der Klienten (Jugendliche und Familien)
ist bei MDFT besonders hoch und liegt zwischen 95 Prozent und 97
Prozent der Klienten, die in die MDFT Therapie aufgenommen werden
konnten, bzw. diese regulär beendeten.
3. Therapeutische Erfahrungen mit MDFT in der deutschen Pilotphase
Während der Pilotphase wurden in jedem Land zwei bis vier Therapeuten
(teilweise) und ein Supervisor-Therapeut (vollständig) in der
MDFT-Methodik geschult und supervidiert. Bei der Umsetzung von MDFT
in der Praxis war es eine große Herausforderung, eine aktuell
neu gelernte „manualisierte“ Methode vor dem Hintergrund
der eigenen langjährigen Berufspraxis mit dieser Klientel unmittelbar
anzuwenden. Von Anfang an galt es, gemeinsam mit dem CTRADA-Team
auszuloten, wie viel Flexibilität in der Durchführung von
MDFT möglich ist und wo Grenzen der „Methodentreue“ bestehen.
Insbesondere beim Kennenlernen des CTRADA-Teams und der Klientenarbeit
vor Ort in den USA wurde deutlich, dass Kontexte und Störungsbilder
der dortigen Klienten sich von unseren (hier: Klientel des Therapieladen
e.V.) Klienten in einigen Aspekten unterscheiden. Deshalb gehen wir
davon aus, dass eine klientenspezifische Adaption und Flexibilisierung
hinsichtlich „Setting Mix“ und „Sitzungsfrequenz“ unter
Wahrung der zeitlichen Befristung sowie der Grundhaltungen und Prinzipien
der multimodalen systemischen Orientierung grundsätzlich möglich
sein muss bzw. angemessen ist. Konkretes Beispiel aus den eigenen
Fällen: Bei zwei Familien beschränkte sich die Arbeit auf
die Interventionsebenen „Jugendlicher“, „Eltern“, „Familie“.
Die vierte Ebene des sozialen Kontextes spielte nur eine geringe
Rolle. Diese Familien verfügten über gute soziale Ressourcen
und Kompetenzen und brauchten in diesem Bereich wenig bzw. keine
Unterstützung. Auch der aufsuchende Anteil entfiel bei diesen
Familien (alle Termine wurden regelmäßig und motiviert
in der Einrichtung wahrgenommen). Absehbar ist, dass bei Familien
aus sozial schwachem Milieu mit geringen sozialen Ressourcen wesentlich
mehr Arbeit im Bereich des in MDFT integrierten „casemanagements“ zu
leisten ist. Hier wird zu klären sein, inwiefern ein „Therapieassistent“ (wie
im MDFT Modell vorgesehen) für die Unterstützung der Arbeit
im „sozialen Bereich“ benötigt wird. Entscheidend
bei der Umsetzung von MDFT ist das permanente „supervidierte“ Reflektieren
und Planen des Therapieprozesses vor dem Hintergrund der diagnostizierten
Störungsbereiche (Risikofaktoren) und das gleichzeitige flexible
Arbeiten auf unterschiedlichen Ebenen in verschiedenen therapeutischen
Allianzen. Die Integration unterschiedlicher Rollen in der Person
des Therapeuten und das gleichzeitige Erarbeiten und Aufrechterhalten
der therapeutischen Allianzen mit dem Klientensystem durch ein und
denselben Therapeuten hat sich nach bisherigen Erfahrungen als hilfreich
und nützlich erwiesen. Ursprüngliche Bedenken im Umgang
mit Schweigepflicht (wann kann/darf man wem was mitteilen?) haben
sich als weniger problematisch erwiesen als angenommen. Ein solches
therapeutisches Vorgehen erfordert jedoch eine hohe Integrationsfähigkeit
des Therapeuten, wobei die dazugehörige engmaschige Supervision
(wenn immer möglich „Live Supervision“) dabei helfen
soll, den Therapieprozess zu planen und reflektieren.
Bewertung der Therapieverläufe
In der INCANT Pilot Studie wurde nicht die Effektivität der
durchgeführten Behandlungen evaluiert, sondern primär das
Therapeutenverhalten. Anhand von acht transkribierten Therapiesitzungen
wurde von den Supervisor-Therapeuten eine quantitative und qualitative
Auswertung ihrer Sitzungen vorgenommen. Außerdem wurden Sitzungsprotokolle
(Session planning) und die gesamte Sitzungsfrequenz (Session log)
aller Fälle ausgewertet. Ziel war ja primär die Schulung
und Überprüfung der Methoden-Adhärenz der Supervisor-Therapeuten
durch das CTRADA-Team. Hier nur eine kurze Beschreibung der behandelten „Pilotfälle“:
• Bei einem Fall (17-jähriger Junge) lag neben der Cannabisabhängigkeit
eine drogeninduzierte Psychose vor, welche zuvor stationär in der Kinder-
und Jugendpsychiatrie behandelt worden war. Die Cannabisabstinenz konnte in
der ambulanten Therapie nach dem Klinikaufenthalt aufrechterhalten und stabilisiert
werden. Außerdem gelang dem Klienten die Wiedereingliederung in eine
neue Schulklasse. Die Mutter ist allein erziehend und fühlte sich durch
die enge therapeutische Begleitung sehr unterstützt.
• Beim zweiten Fall (17-jähriger Junge) lagen neben der Cannabisabhängigkeit
soziale Verhaltensstörungen vor (Diebstahlsdelikte, Schuldistanz, Trebegang).
Durch die Verbesserung des elterlichen Erziehungsstils (gemeinsame Grenzsetzung)
und der familiären Kommunikation während der Therapie gelang es dem
Jugendlichen, den Cannabiskonsum einzustellen, die Schule wieder regelmäßig
zu besuchen und die Eltern (insbesondere den Vater) mehr zu respektieren. Neben
der Entlastung der überengagierten und kontrollierenden Mutter war die
gezielte Arbeit mit Vater (Ex-Alkoholiker) und Sohn der „Schlüssel“ zu
einer deutlichen Verbesserung der Symptomatik in diesem Fall.
• Beim dritten Fall (16-jähriges Mädchen) zeigten sich deutlich
größere Probleme bei der Motivations- und Allianzbildung mit der
ebenfalls allein erziehenden Mutter. Die Auseinandersetzung mit ihrem eigenen
Alkoholmissbrauch wollte die Mutter zunächst nicht führen, obwohl
dies ein deutliches Signal an die darunter leidende (bereits abstinente) Tochter
gewesen wäre und die Mutter damit die Grundlage für eine verbesserte
familiäre Interaktion hergestellt hätte. Die Herstellung von Motivation
bei wenig motivierten Klienten (Jugendliche und Eltern!) ist jedoch das entscheidende
erste Ziel in der ersten Phase des MDFT Ansatzes. Ohne „äußeren
Druck“ benötigt der Therapeut hier sehr viel Geschick, um das Klientensystem,
vor allem auch die Eltern, von der Notwendigkeit und Intensität der Therapie
zu überzeugen.
4. Unterschiede in der Klientel USA - Europa
Ein wichtiger Aspekt im europäischen INCANT Projekt bezieht
sich auf die Frage, wie sich cannabisabhängige Jugendliche innerhalb
der europäischen Länder und im Vergleich zu den USA unterscheiden
und inwiefern unterschiedliche sozialkulturelle und drogenpolitische
Kontexte sich auf die Umsetzung des in den USA entwickelten Therapiemodells
auswirken. Bisher gibt es nur wenig evidenzbasierte Untersuchungen
zum Störungsbild von Cannabisklienten (Bonnet et. al., 2004,
Thomasius, 2005). Diese beziehen sich zudem primär auf junge
erwachsene oder erwachsene Klienten. Deshalb können hier nur
einige grobe Einschätzungen auf der Grundlage von vielen Gesprächen
mit europäischen Kollegen und dem CTRADA Team, sowie der langjährigen
Erfahrung mit jugendlichen Cannabisklienten im Berliner Therapieladen
gemacht werden.
• Jugendliche Drogenklienten in den USA haben einen deutlich höheren
gesellschaftlichen Druck/Sanktionen aufgrund der „repressiveren Drogenpolitik“.
Das Risiko eines Abgleitens in soziale Verelendung, Kriminalität und strafrechtliche
Verurteilung scheint dort auch bei Cannabiskonsumenten wesentlich höher
als in Deutschland (vor allem bei „Schwarzen“ und anderen ethnischen
Gruppen). Die Therapiemotivation von Klienten scheint somit stärker von
Auflagen und juristischen Sanktionen geprägt als in Deutschland oder anderen
europäischen Ländern.
• Evtl. damit zusammenhängend zeigt sich in den USA bei den komorbiden
Störungen der Cannabisklienten ein höherer Anteil von dissozialen
bzw. externalisierten Verhaltensstörungen. Klienten mit primär affektiven-
oder Angststörungen sind nach unserer Einschätzung dort nicht so
häufig vertreten wie wir es aus unserer eigenen ambulanten Arbeit im Therapieladen
kennen. Es entstand der Eindruck einer insgesamt heterogeneren Problemlage
der Hilfe suchenden Cannabisklientel in Deutschland (Simon, 2004) Auch das
soziale Herkunftsmilieu der Cannabisklienten scheint in Deutschland heterogener
zu sein, mit der Tendenz zu einem durchschnittlich höheren Bildungsniveau.
• Das Problem und Ausmaß von „cannabisinduzierten Psychosen“ scheint
in Deutschland eine größere Relevanz zu haben (Ähnliches wird
in Frankreich beobachtet). Doppeldiagnosen (Psychose und Sucht) haben jedoch
bisher keine Indikation für MDFT. Hier sehen wir die Notwendigkeit zu
klären, inwiefern auch Klienten mit diesem Störungsbild unter bestimmten
Bedingungen in ein cannabisspezifisches ambulantes Behandlungsprogramm - was
MDFT ja sein soll - aufgenommen werden können.
5. Ergebnisse der INCANT Befragung in Berlin
Ein Ziel der INCANT- Pilotstudie war es, Erkenntnisse über den
Bedarf spezifischer Hilfen für jugendliche Cannabismissbraucher
und Cannabisabhängige in Berliner Einrichtungen der Kinder-
und Jugendpsychiatrie und der Drogenhilfe zu gewinnen. Hierzu wurden
zwischen Dezember 2004 und Februar 2005 in insgesamt 13 Einrichtungen
alle jugendlichen Nutzer im Alter zwischen 13 und 18 Jahren in die
Studie einbezogen. Der INCANT- Fragebogen erfasste neben soziodemografischen
Angaben Daten zur Lebenssituation, zum Substanz- und insbesondere
zum Cannabiskonsum. Darüber hinaus wurden mit dem Instrument
Daten zur Cannabisabhängigkeit und Symptombelastung erfasst.
Diese empirische Untersuchung und deren Auswertung wurden von Dr.
Peter Tossmann, delphi GmbH, Berlin durchgeführt.
Beschreibung der Stichprobe
Bei der Befragung wurden Daten von insgesamt
241 Personen erhoben. Nachdem alle Teilnehmer ausgeschlossen wurden,
die älter als
18 Jahre alt waren, konnten die Daten von 210 Personen für
die weitere Auswertung verwendet werden. Bei der Geschlechterverteilung
zeigt sich ein homogenes Bild. Beide Geschlechter sind in der Befragung
zu etwa 50 Prozent vertreten. Das Durchschnittsalter der Befragten
lag bei 16 Jahren, jedoch stellten die 17-18 Jährigen mit
48,3 Prozent etwa die Hälfte aller Teilnehmer in der Stichprobe.
Insgesamt hat die Hälfte der Befragten in den letzten sechs
Monaten Cannabis konsumiert. (Drogenberatung 80%, Jugendpsychiatrie
32%) Aber nur ein Fünftel konsumierte ausschließlich
Cannabis (Drogenberatung 33,8 Prozent; Jugendpsychiatrie 14,3 Prozent).
Unter den weiblichen Untersuchungsteilnehmerinnen ist mit 52,8
Prozent ein höherer Anteil Drogenabstinenter zu finden als
bei den Jungen (38,3 Prozent).
Substanzstörungen
Zusätzlich zur Prävalenz des Substanzkonsums wurden im
Rahmen der INCANT-Studie Screeninginstrumente eingesetzt, die substanzspezifische
Störungen erfassen. Zur Diagnostik cannabisbezogener Störungen
wurde der CUDIT (Cannabis Use Disorder Identification Test (Adamson,
S.J. & Sellman, J.D. 2003) und zur Bestimmung alkoholbezogener
Störungen der AUDIT (Alcohol Use Disorder Identification Test)
eingesetzt. Die Auswertung der Daten aus den Einrichtungen ergab,
dass 91,3 Prozent aller Cannabiskonsumenten ein positives CUDIT-Ergebnis
erzielten. Beim Vergleich der beiden Einrichtungen waren die Unterschiede
nur geringfügig. 94,9 Prozent der cannabiskonsumierenden Jugendlichen
in der Drogenberatung und 86,7 Prozent derer in der Jugendpsychiatrie
wiesen ein positives Ergebnis im CUDIT auf (vgl. Tab. 1). Interessant
ist außerdem, dass mehr als die Hälfte (55,4 Prozent)
aller Befragten mit einem positiven CUDIT-Ergebnis auch einen schädlichen
Alkoholkonsum aufweisen. In der gesamten Stichprobe weisen 42,2 Prozent
aller Klienten ein positives AUDIT-Ergebnis auf.
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Prävalenz substanzspezifischer
Störungen aller befragten Klienten in Prozent |
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Behandlungsbedarf
Die Ergebnisse (vgl. Tab. 1) zeigen zum einen,
dass etwa jeder dritte Klient, der in diesem Zeitraum in Berlin die
Hilfe einer jugendpsychiatrischen Einrichtung bzw. eines jugendpsychiatrischen
Dienstes in Anspruch nahm, aktuell Cannabis konsumiert. Erwartungsgemäß hoch
war der Anteil der Cannabiskonsumenten in den beteiligten Drogenberatungsstellen
(80 Prozent). Folgt man den hier vorliegenden Screening-Ergebnissen,
so dürfte bei der überwiegenden Mehrzahl aller jugendlichen
Cannabiskonsumenten, die Drogenberatungsstellen und jugendpsychiatrische
Dienste und Einrichtungen (Ambulanzen, Kliniken) nutzen, eine behandlungsrelevante
Cannabisstörung vorliegen. Für beide Einrichtungstypen
stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, welche Interventionen
und Strukturen erforderlich sind, um jugendliche Cannabismissbraucher
möglichst frühzeitig in adäquate Hilfen einzubinden.
6. Ergebnisse auf europäischer Ebene
Wie die Resultate der INCANT-Pilotstudie für ganz Europa (Rigter
2005) bestätigten, ist zum einen der Behandlungsbedarf in allen
fünf untersuchten Ländern gegeben. Zum anderen zeigte sich
eine insgesamt positive Resonanz der beteiligten Einrichtungen und
Therapeuten hinsichtlich der Einführung der MDFT Behandlungsmethode.
Die Durchführung einer multizentrischen RCT-Studie ist somit
von allen beteiligten Gesundheitsministerien der europäischen
Länder gewünscht und für die Jahre 2006 bis 2009 geplant.
7. Ausblick
Der Bedarf an einem cannabisspezifischen Behandlungsprogramm
für
Jugendliche ist nach unserer Einschätzung und aktuellen Forschungsergebnissen
in hohem Maße vorhanden. Die Einführung eines wissenschaftlich
evaluierten, effektiven Behandlungsprogramms für cannabisabhängige
Jugendliche könnte in Deutschland längst notwendige
neue Impulse für den therapeutischen Umgang mit dieser an Bedeutung
zunehmenden Problematik bringen. MDFT ist ein störungsspezifischer
Ansatz und steht somit im Trend der Überwindung einer Fixierung
auf bestimmte Therapieschulen hin zu empirisch abgesicherten schulenübergreifenden
Methoden. Unter dem Aspekt der Relevanz und Notwendigkeit von Frühintervention
bei stark problembelasteten Risikogruppen wäre ein systemisch-adoleszenzspezifisches
Behandlungsangebot für diese Zielgruppe sehr hilfreich. Der
ressourcenorientierte ambulante MDFT-Ansatz würde auch eine
Entsprechung in dem in der Jugendhilfe diskutierten Konzept der „Sozialraumorientierung“ finden.
Wir sehen in dem strukturierten und zeitlich limitierten ambulanten
Behandlungsprogramm auch eine für Kostenträger attraktive
und ergänzende Behandlungsalternative bzw. -ergänzung zu
langfristigen Sucht- oder Psychotherapien. Hierzu kann die geplante
multizentrische INCANT Studie einen wesentlichen Beitrag leisten,
indem die Effektivität von MDFT in verschiedenen europäischen
Ländern mit unterschiedlichen Kontrollbehandlungsgruppen evaluiert
wird. Generell ist zu bemerken, dass die Indikation für MDFT
in der jetzigen Form nur bei jugendlichen Cannabisabhängigen
mit komorbiden Störungen sinnvoll scheint. Jugendliche mit weniger
gravierenden Cannabisproblemen bzw. ohne komorbide Störungen
sind mit anderen, weniger intensiven Kurz- bzw. Frühinterventionsangeboten
zu erreichen (Tossmann 2005, Bonnet 2005).
Andreas Gantner
Literatur beim Verfasser.
Kontakt:
Dipl.-Psych. Andreas Gantner
Therapieladen e.V.
Potsdamer Str.131 • 10783 Berlin
Tel. 030/21 75 17 41 • Fax 030/21 75 17 42
E-Mail: a.gantner@therapieladen.de
www.therapieladen.de
Angaben zum Autor:
Dipl-Psych. Andreas Gantner ist Psychologischer
Psychotherapeut und seit 1992 Leiter des Therapieladen e.V. Im Rahmen
der INCANT Pilotstudie war er deutscher Projektleiter und wurde als
MDFT Therapeut und Supervisor in den USA qualifiziert.
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