Ursachenforschung
Die Gründe für die Entstehung einer
Sucht sind vielfältig. Soziale Faktoren spielen hierbei eine
große Rolle, denn Menschen, deren Lebensumstände bedrückend
sind, greifen häufiger zu Suchtmitteln, als Menschen, denen
es gut geht. Der Konsum von Rauschmitteln soll den vorhandenen Kummer
erträglicher machen und stellt insofern einen Selbstheilungsversuch
dar. Bestimmte soziale Faktoren sind besonders häufig involviert,
wenn eine Sucht entsteht. Problemfelder und Ursachen von Suchtentwicklung
stellen wir ab Seite 8 vor.
Ungleiche Chancen
Die fetten Jahre sind vorbei. Der Wohlstand hierzulande
nimmt ab, die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander.
Aufgabe der Politik und staatlicher Institutionen ist es, die noch
vorhandenen Ressourcen möglichst gerecht zu verteilen. Für
die allermeisten Menschen bildet Erwerbstätigkeit die Grundlage,
ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Auch Arbeit ist zurzeit ein
knappes Gut. Die Teilhabe am Arbeitsleben ist gerade für Menschen
mit Behinderungen und gesundheitlichen Einschränkungen eine
wichtige Voraussetzung dafür, in einem gleichberechtigten Miteinander
in der Gesellschaft leben zu können. Doch von Chancengleichheit
kann keine Rede sein. Wie es um den Ausbildungsstand und die beruflichen
Integrationschancen Behinderter bestellt ist, zeigt unser Beitrag
ab Seite 20. Was für Behinderte und Menschen mit gesundheitlichen
Einschränkungen gilt, gilt letztendlich auch für Süchtige,
die nach SGB IX eine Untergruppe der Behinderten sind.
Bilanz
Kurz vor Jahresende 2004 lud die Drogenbeauftragte
der Bundesregierung, Marion Caspers-Merck, Vertreter der Fachpresse
zu einem Jahresrückblick ins Bundesministerium für Gesundheit
und Soziale Sicherung ein. Unser Artikel ab Seite 26 gibt einen Überblick über
die Drogen- und Suchtpolitik der Bundesregierung im Jahr 2004 und
stellt künftige Arbeitsschwerpunkte vor.
Ihre Redaktion |