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Professionalisierung in
der Weiterbildung hat begonnen. Von Ärzten, Psychologen, Sozialarbeitern
und Sozialpädagogen sowie ihren Berufskolleginnen erwarten die
Rentenversicherungsträger
– wie in den entsprechenden Empfehlungsvereinbarungen Sucht festgelegt
– den Abschluss von „geeigneten Weiterbildungen auf psychotherapeutischer
Grundlage “, wenn sie im Rahmen der medizinischen Rehabilitation
Suchtkranker tätig sind oder sein wollen.
Gegenwärtig übernehmen über eine Viertel Million Ärzte
in Krankenhäusern und eigenen Praxen die ambulante und stationäre
Suchtkrankenversorgung. Auch die Suchtmediziner benötigen für
die Behandlung weitgefächerte Kompetenzen und besondere Erkenntnisse über
Erkrankungen, die häufig im Zusammenhang mit Suchterkrankungen
auftreten.
Wir berichten ab Seite 8 über Curricula auf dem zunehmend unübersichtlich
wachsenden Fortbildungsmarkt und über die Einhaltung von Qualitätsstandards.
Doris Sarrazin vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe zieht nach sechsjähriger
Erfahrung mit der Durchführung tätigkeitsspezifischer Weiterbildungen
für die Suchthilfe eine kritische Bilanz und weist auch auf ungelöste
beziehungsweise bedenkliche Entwicklungen hin.
Zum Thema Sucht und Trauma gibt es in Deutschland bisher wenig Forschungsergebnisse.
Dr.Luise Reddemann stellt in ihrem Beitrag ab Seite 14 neuere Erkenntnisse
zu den Zusammenhängen Sucht, Trauma und posttraumatische Belastungsstörungen
und zur Diagnostik dieser Störungsbilder vor und leitet Konsequenzen
für die präventive Arbeit ab. Rauchen ist das größte
vermeidbare Sterberisiko und erzeugt Nikotinabhängigkeit, die
den Mechanismen einer Heroin- und Kokainabhängigkeit entspricht.
Von den 80 Prozent aller Raucher, die mindestens einmal im Leben versuchen,
mit dem Rauchen aufzuhören, schaffen es nur ein bis fünf
Prozent. Dabei wird der selbstverständliche Zigaretten- und auch
Alkoholkonsum vieler Kids in erster Linie durch das Vorbild der Erwachsenen
geleitet und geprägt.
Jahrzehntelang ist es den Gesundheits- und Ordnungspolitikern gelungen,
psychoaktiv wirksame Substanzen in die „bösen “ Drogen,
die es kriegsartig zu bekämpfen gilt, und die „guten “ Medikamente,
Coffein, Nikotin und Alkohol aufzuspalten. Dabei kann dann leicht untergehen,
dass jeden Tag schätzungsweise 1.000 Jugendliche in Deutschland
regelmäßige Raucher werden, von denen ein Drittel vorzeitig
an Lungenkrebs, Herzkreislauferkrankungen und anderen tabakbedingten
Erkrankungen sterben wird.
Wir berichten ab Seite 20 über effektive Ausstiegshilfen bei jugendlichen
Rauchern, über das weltweit erste Projekt zur stationären
Rauchertherapie in Österreich und über ein am Deutschen Krebsforschungszentr
um Heidelberg entwickeltes Weiterbil- dungskonzept zum Thema „Tabakabhängigkeit
und Raucherentwöhnung “.
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