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E D I T O R I A L |
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ECSTASY - WEITERER FORSCHUNGSBEDARF
Neueste empirische Daten und Untersuchungen zur Designerdroge Ecstasy
postulieren: Ecstasy hat eine hohe neurotische Wirkung. Verfolgungswahn,
Angst- uind Panikerkrankungen, Schlafstörungen, Antriebsverlust
und Depressionen können auftreten.
Als Anfang der Neunzigerjahre die Praktiker ind en Beratungsstellen
mit dem Phänomen des Ecstasy-Konsums konfrontiert wurden und Handlungsbedarf
signalisierten, befand sich die Suchtforschung in Deutschland zwar
im Aufbruch, doch Prioritäten wurden andere gesetzt. Die Techno-Kultur
und Exstasy seien eine neue Form der Jugendkultur, eine moderne Kampfansage
gegen das Establishment, ganz in der Tradition der 68er Generation.
Und der Zusammenhang zwischen Techno und Droge sei ein Konstrukt der
Medien - schlicht Panikmache.
In der Zwischenzeit mußten die Fachleute vor Ort ohne wissenschaftliche
Basis behandeln, betreuen und präventiv arbeiten. Mittlerweile
liegen gesicherte Erkenntnisse über Prävenz, Folgekrankheiten
und Kontexte vor.
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Die gesundheitlichen Schädigungen,
so die Suchtforscher, können nicht allein auf Ecstasy zurückgeführt
werden, da der begleitende Gebrauch anderer Substanzen feststeht.
Forschungsbedarf liegt weiter vor.
Auch der Mythos vom alkoholabstinenten Acstasykonsumenten wurde
ad absurdum geführt. Um adäquate präventive Strategien
auf nationaler und internationaler Ebene zu konzipieren beziehungsweise
weiterzuentwickeln, waren differenzierte Erkenntnisse über
die Verbreitung spezifischer Konsummuster und deren soziokulturelle
Zusammenhänge erforderlich.
Mit dieser Zielsetzung wurde eine Studie zum Drogenkonsum Jugendlicher
in der Techno-Party-Szene von sieben europäischen Metropolen
durchgeführt. Der Psychologe Dr. Hans Peter Tossmann und Marc-
Dennan Tensil stellen in dieser Ausgabe diese Forschungsarbeit
vor. |
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Fachzeitschrift
zu Sucht und sozialen Fragen 
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