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| L
S D / Lysergsäurediäthylamid |
| Art
der Droge |
LSD ist
ein sehr starkes Halluzinogen, das aus einem parasitären
Pilz (Mutterkorn) hergestellt wird.
1949 brachte Sandoz LSD unter dem Markennamen Delysid u. a. als
Mittel zur Unterstützung analytischer Psychotherapie auf
dem Markt.
Szenenamen sind z. B. Acid, Ticket. |
| Wirkungsweise |
Etwa
eine Stunde nach Einnahme fühlt sich der Konsument zunächst
desorientiert, oft auch verwirrt oder ängstlich. Mit dem
Fortschreiten des LSD-Rausches ("Trip") werden Gefühle
verstärkt, Farben und Klänge erscheinen lebendiger
und intensiver.
Alles scheint zu fließen. Schließlich wird die Wahrnehmung
verzerrt, die Gegenstände verformen sich.
Halluzinationen sind häufig, werden aber von Konsumenten
als Drogenwirkung erkannt.
Die Grenzen zwischen Innenwelt und Außenwelt verschwimmen
oder brechen zusammen. Das Ich wird geschwächt. Die LSD-Wirkung
hält ca. 8 Stunden an. |
| Nebenwirkungen |
Während
des "Trips" reagiert der Konsument extrem sensibel
auf Außenweltreize.
Negative Umwelteinflüsse wirken sich unmittelbar auf die
Psyche aus, deren Reizschutz extrem geschwächt ist.
Und so können sehr leicht heftige Angstreaktionen ausgelöst
werden. Auch die Filter, die Menschen vor dem Kontakt mit belastenden
Inhalten des Unbewußten schützen, werden weitgehend
außer Kraft gesetzt.
Wenn bedrohliche Reize aus Außenwelt und beängstigende
Inhalte aus der Innenwelt zusammenwirken, muß mit einem
sog. Horror-Trip gerechnet werden.
Es handelt sich hier um massive Vernichtungsgefühle, deren
Intensität ungleich stärker ist als normale Reaktionen
auf Bedrohungen, da während des "Horror-Trips" der
psychophysische Streßschutz zusammenbricht. |
Bildquelle:
BKA |
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| Gesundheitliche
Risiken |
Körperliche
Schädigungen durch LSD-Konsum konnten noch nicht
einwandfrei nachgewiesen werden.
Bei entsprechend veranlagten Menschen kann LSD Psychosen
auslösen, die auch nach Beendigung des Konsums dieser
Droge nicht wieder verschwinden. Besonders nach "Horror-Trips" können
oft Wochen oder gar Monate später bis zu drei Stunden
dauernde
"Flashbacks" auftreten.
Diese unerwarteten Echo-Räusche ohne akuten Drogeneinfluß
sind durch dieselben Wirkungen gekennzeichnet wie der originale
LSD-Trip. |
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| Suchtgefahr |
Nach
einen LSD-Trip läßt die Wirkung der Droge bei erneuter
Einnahme für drei bis sieben Tage stark nach.
Sie kann auch durch Dosiserhöhung nicht gesteigert werden.
Daher ist das Suchtpotenzial des LSD eher gering.
Bei psychisch labilen Menschen kann regelmäßiger LSD-Konsum
jedoch zu schweren Verstimmungen bis hin zu Depressionen führen.
Dann besteht eine erhebliche Gefahr des Umstiegs auf harte Drogen
wie Kokain oder Heroin. |
| Rechtsstatus |
LSD ist
eine illegale Droge.
Besitz und Handel sind strafbar.
Medizinische Anwendungen bzw. wissenschaftliche Studien sind
nur mit Ausnahmegenehmigung zulässig. |
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Fachzeitschrift
zu Sucht und sozialen Fragen 
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