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H E R O I N

Art der Droge
Heroin ist ein Opiat, das aus Morphium gewonnen wird. Dabei wird das Morphium in der Regel mit Essigsäureanhydrid verkocht. Morphium (Morphin) ist ein Alkaloid des Opiums. Opium ist der an der Luft zu einer plastischen Masse getrocknete Milchsaft des Schlafmohns.
SteinheroinAlkaloide sind meist giftige, stickstoffhaltige Verbindungen pflanzlicher Herkunft. Der wissenschaftliche Name des Heroins lautet "Diamorphin" bzw. "Diacetylmorphin".
Unter dem Namen Heroin wurde es erstmals 1898 von der Fa. Bayer auf den Markt gebracht. Es wurde u. a. als Hustenmittel eingesetzt.

Szenenamen
dieser Droge sind z. B.: "H", "Gift", "Junk".
Heroin wird gespritzt oder auf Folie geraucht.
Wirkungsweise
Heroin erzeugt ein Gefühl des Fließens, der Euphorie, der Entspannung und Leichtigkeit.
Negative Stimmungen, Sorgen, Ängste, Depressionen werden unterdrückt. Heroin ist ein starker Schmerzstiller und ein sehr wirksames Beruhigungsmittel.
Unmittelbar nach der Injektion setzt ein extremes Hochgefühl (Flash, Kick, Hit) ein, das einige Minuten dauern kann. Der Körper wird von einem Wärmegefühl und einem angenehmen Prickeln auf der Haut überflutet. Dieser Zustand wird oft mit einem Orgasmus verglichen.
Danach folgt eine Periode wohliger Lethargie, die drei bis sechs Stunden anhält.
Nebenwirkungen
Als unmittelbare Nebenwirkungen können auftreten: Schwindelgefühl, Erbrechen, flache Atmung, Verstopfung, Juckreiz, Schläfrigkeit, Appetitlosigkeit, gesenkter Blutdruck und erniedrigte Körpertemperatur.
Wenn die Drogenwirkung nachläßt, ist mit folgenden Symptomen zu rechnen: Depression, Angst, Schlaflosigkeit, Ruhelosigkeit und gesteigertes Drogenverlangen (Schußgeilheit) bzw. Entzugserscheinungen (z. B. Frösteln, extremes Schwitzen, Gänsehaut, Muskelkrämpfe und -schmerzen, Durchfall, Schnupfen).

Bildquelle: BKA
Gesundheitliche Risiken
Akute Gefahren bei einer Überdosierung sind Bewußtlosigkeit, Ersticken an Erbrochenem bzw. Tod durch Atemlähmung.
Heroin - granuliert und pulverisiert Zu den langfristigen Risiken zählen Venenschäden, Abszesse, Lungenentzündung, Herz-, Brust- und Bronchialprobleme, chronische Verstopfung, Mangelernährung, Impotenz (beim Mann), Menstruationsstörungen und Unfruchtbarkeit (bei der Frau), Leberkrankheiten (Hepatitis B und C) und HIV-Infektionen.
Die Gesundheitsschäden sind teils auf die Verunreinigung der Droge, teils aber auch auf den Lebensstil bzw. das "Gesundheitsverhalten" der Drogenabhängigen zurückzuführen.

Suchtgefahr
Heroin ist eine höchstgradig suchterzeugende Droge.

Schon nach kurzzeitigem, regelmäßigen Konsum muß mit psychischer und körperlicher Abhängigkeit gerechnet werden.
Rechtsstatus
In Deutschland sind Herstellung von und Handel mit Heroin sowie der Besitz dieser Droge verboten; auch eine medizinische Anwendung ist unzulässig.
Die kontrollierte Vergabe wird diskutiert.

Erkennungsmerkmale
Spritzbesteck, verengte Pupillen, Einstichstellen.

 

 

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