| Art
der Droge |
| Alkohol
mit der chemischen Formel C2H5OH entsteht durch Gärung.
Ausgangsstoffe sind Zucker oder zuckerhaltige Flüssigkeiten.
Alle alkoholischen Getränke enthalten
Äthylalkohol, der zu den giftigen Kohlenwasserstoffen gehört. |
| Wirkungsweise |
Alkoholische
Getränke werden nicht nur wegen ihres Geschmacks, sondern
vielmehr wegen ihrer Wirkung getrunken. Dabei wirkt der Alkohol
in zwei Phasen: In geringen Mengen (0,2 Liter Bier, 0,1 Liter
Wein) wirkt er anregend, bei höherer Dosierung dämpfend
auf das Zentralnervensystem.
Alkohol ist ein schädliches Zellgift. Die gesundheitsgefährdende
Trinkmenge bei täglichem Konsum wird von der WHO für
Frauen auf 20 g und für Männer auf 40 g beziffert,
das entspricht 0,8 Liter Bier bzw. 0,4 Liter Wein.
Der kindliche Organismus reagiert auf Alkohol viel empfindlicher.
Bereits geringe Mengen können schwere Vergiftungen verursachen.
Akute Symptome der Vergiftung sind Hyperventilation (extrem gesteigerte
Atmung), psychomotorische Erregung, später Lähmungen,
Hypoglykämie (Unterzucker), erhöhte Hauttemperatur
bei erniedrigter Körperkerntemperatur.
Ab 2 Promille setzen narkotische Wirkungen ein. |
| Gesundheitliche
Schädigungen |
Grundsätzlich
schädigt Alkohol bei genügender Konzentration jede
Körperzelle, weil er den Zellen Wasser entzieht. Die bekanntesten
körperlichen Folgen eines fortgesetzten, schweren Alkoholmißbrauchs
sind Schädigungen der Leber und des Gehirns. Häufige
Todesursache bei Alkoholikern - neben Leberzirrhose und Alkoholvergiftungen
- sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magen und Darmkrebs, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen
und Blutungen der Speiseröhre.
Außer diesen Organen reagieren vor allem Haut, Geschlechtsorgane
und das Nervensystem empfindlich auf Alkohol. Unmittelbare Schädigungen
auf Organe wirken zurück auf die seelische Befindlichkeit
und verändern den Menschen in seinem sozialen Verhalten.
Bei andauerndem Mißbrauch wird die Persönlichkeit
grundlegend gestört. Alkoholkonsum von Frauen während
der Schwangerschaft kann zu körperlichen und geistigen Behinderungen
des ungeboren Kindes führen (Alkoholembryopathie).
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| Suchtgefahr |
Bis heute
ist die Wirkungsweise des Alkohols auf das Gehirn noch nicht
restlos erforscht. Man weiß jedoch, daß Alkohol,
wie Medikamente mit Suchtpotential und Drogen, in das komplizierte
Gleichgewicht der Neurotransmitter (hemmende und aktivierende
Botenstoffe) im 'Belohnungszentrum' des Gehirns eingreift.
Diese entgegengesetzten 'Erfahrungen' stellen eine starke Versuchung
dar, immer wieder erneut das Suchtmittel zu nehmen. Hier liegt
u.a. der Grundstein zur Abhängigkeit. Alkoholabhängige
sind unfähig, ihren Alkoholkonsum dauerhaft zu kontrollieren.
Das Fehlen von Alkohol führt bei Abhängigen zu körperlichen
und seelischen Entzugserscheinungen wie Schlafstörungen,
Schweißausbrüchen, Zittern bis hin zu Krampfanfällen.
Bei plötzlichem Absetzen des Alkohols kann es zu einer dramatischen
Fehlschaltung im Gehirn kommen.
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| Das
sog. Delirium tremens ist somit eine besonders schwere
Form von Entzugserscheinungen. Mit dem Korsakow-Syndrom
bezeichnet man die schwerste Form der Gehirnschädigung
durch Alkohol. Durch das Absterben bestimmter Gehirnregionen
erleidet der Betroffene einen weitgehenden Gedächtnis-
und Orientierungsverlust. |
| Rechtsstatus |
| Kinder
und Jugendlichen unter 16 Jahren ist der Genuß von
Alkohol in der Öffentlichkeit grundsätzlich
verboten. Jugendliche von 14-16 Jahren dürfen nur
in Begleitung eines Erziehungsberechtigten Bier, Wein
oder Sekt trinken. (JÖSchG)
Jugendlichen ab 16 Jahren ist der Konsum von Bier und
Wein erlaubt. Stark alkoholhaltige Getränke (z.B.
Schnaps) dürfen nur an Erwachsene ausgeschenkt werden. |
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